Ein Schultag mit Courage

Krieg und Flüchtlingselend und besonders die Situation der Flüchtlinge in Herten: Zum 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom NS-Regime, fand am Städtischen Gymnasium ein Projekttag statt, der gleichzeitig Start für eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen sein soll.

Herten.. Das Haus der Kulturen ist eine Einrichtung von AWO, Caritas und Diakonie zur Integration von Flüchtlingen und Migranten in Herten. Das Gymnasium, das sich verpflichtet hat, "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu sein, hat das Ziel, eine funktionierende nachbarschaftliche Hilfe zu installieren. Lehrer, Schüler und Eltern wollen sich besonders um die Flüchtlinge in der Gartenstraße kümmern. Die Elternpflegschaft des Gymnasiums hat grundsätzlich ihre Unterstützung für diese Hilfe zugesagt.

Der Projekttag war randvoll mit informativen Beiträgen. Unter anderem gab es den Film "Riskante Reise. Europa und die Flüchtlingsströme" zu sehen. In mehreren Schülergruppen fanden Diskussionen mit Gästen statt. Mit dabei waren Schwester Stefanie und Kathrin Wolf vom Haus der Kulturen, Christiane Rohde, Leiterin des Ausländeramtes, Stadt-Jugendschützerin Sylvia Steffan, Migrantinnen sowie Mitglieder des Flüchtlingsrates.

Den Abschluss in der Aula bildete eine Lesung mit Schauspieler Martin Brambach, der am Gymnasium Schirmherr des Anti-Rassismus-Projekts ist. Im Wechsel mit Schülerinnen und Schülern las er Texte zu den Themen "Flüchtlinge" und "Menschenrechte". Eine Ausstellung zum Kriegsende in Herten ist ebenfalls im Gymnasium zu sehen.