Ein Grimme-Preis bleibt in Marl - Martin Brindöpke mit dem „Switch Reloaded"-Team ausgezeichnet

Der Marler Martin Brindöpke   ist einer der diesjährigen Grimme-Preisträger.
Der Marler Martin Brindöpke ist einer der diesjährigen Grimme-Preisträger.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Dafür hat er hart gearbeitet, berichtet die stolze Mutter des heimischen Grimme-Preis-Trägers Martin Brindöpke. Bei der Verleihung in Marl am 12. April wird er zusammen mit dem Team von "Switch Reloaded" ausgezeichnet. Er ist Autor der "Wetten, dass...?"-Satire.

Marl.. Ein Grimme-Preis bleibt quasi zu Hause: Autor Martin Brindöpke, wird zusammen mit dem „Switch Reloaded-Team“ (Pro7) in der Kategorie Unterhaltung am 12. April im Marler Theater ausgezeichnet. Den Weg dahin kennt der 40-Jährige genau. Martin Brindöpke ist in Marl aufgewachsen. Er kam als Neunjähriger aus Offenbach ins Ruhrgebiet. Seine Eltern sind immer noch in Marl zu Hause. Er selbst lebt und arbeitet in Köln und sagt: „Damit habe ich nicht gerechnet.“

Den Grimme-Preis erhält der Autor für das „Switch Reloaded - ,Wetten, dass..?’-Spezial“, in dem die Moderatoren-Premiere von Markus Lanz satirisch aufs Korn genommen worden ist.

Schwer dafür gearbeitet

„Das hat er sich verdient“, sagte gestern seine Mutter Barbara (75) und lacht, um danach anzufügen: „Er hat aber auch schwer dafür gearbeitet.“ Ihr Sohn hat schon früh seine kreative Ader gezeigt. „Schon als 14-Jähriger ist er zu Vereinen gegangen und hat für Unterhaltung gesorgt.“ In Marl stellte er als 18-Jähriger das Smash-Festival auf die Beine. Zielstrebig ist er seinen Weg konsequent weiter gegangen. Über das Radio kam er zum Fernsehen. „Kein einfaches Metier, die Unterhaltungs- und Rundfunkbranche“, wie Mutter Barbara weiß. „Da gibt es ein stetiges Auf und Ab, und manchmal fällt man hin“, sagt sie. Eines habe sie aber ihrem Sohn mit auf den Weg gegeben: „Auf die Nase zu fallen ist keine Schande, aber liegen bleiben darfst du nicht.“ Kein schlechter Rat für eine Branche, die mitunter auch als Haifischbecken gilt.

Häufiger Kontakt per Telefon

Dass ihr Sohn den Preis erhält, freut sie natürlich. Doch sagt sie auch: „Es gibt viele Gute, die bekommen keinen. Man muss auch etwas Glück haben.“ Auf die Frage, ob auch seine Geschwister diesen Hang zum Kreativen haben, verneint sie. Eine Tochter ist Ärztin und die andere Amtsrätin – und meinte augenzwinkernd: „Wir haben manchmal gedacht, den hätten sie uns untergeschoben.“ Regelmäßig bestehe der Kontakt. Oft aber nur wegen der Arbeit telefonisch. Zur Grimme-Preisverleihung geht sie mit ihrem Mann Rudi (77). Der ist im Marler Ortsverein des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs aktiv. „Den bekomme ich auch nur selten zu Gesicht.“ Kein Zweifel, von wem Martin Brindöpke den Humor mitbekommen hat.

Die 49. Verleihung des Grimme-Preises findet am 12. April im Theater der Stadt Marl statt. Sie wird in voller Länge per Livestream auf www.3sat.de und www.spiegel.de zu sehen sein. Die Preisgala wird zeitversetzt um 22.25 Uhr auf 3sat ausgestrahlt. Moderiert wird die Preis-Verleihung von Michael Steinbrecher. Zu den Preisträgern bei der 49. Grimme-Preisverleihung in Marl gehören unter anderem Robert Atzorn und Jan-Josef Liefers.