Ein Dach für die Orangerie

Die NRW-Stiftung stellt dem Förderverein Orangerie Herten einen Zuschuss in Höhe von 100 000 Euro zur Verfügung, damit ein dauerhafter Schutzbau über der denkmalgeschützten Bauruine der Orangerie im Schlosspark errichtet werden kann. Die Vereinsvorsitzende Susanne Fiedler sagt: Wir freuen uns total.

Herten.. Doch die 100 000 Euro sind nicht alles. Darüber hinaus verdoppelt die NRW-Stiftung jeden weiteren Euro, den der Verein zusätzlich durch Spender und Sponsoren hereinholt bis zu einer Maximal-Summe von 25 000 Euro. Nachdem nun lange für die Öffentlichkeit nichts Sichtbares in Sachen Orangerie passiert ist, heißt das für den zweiten Vorsitzenden Franz Dübbert jetzt: "Es ist wieder Druck im Kessel." Das Dach soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr gebaut werden. Der Förderverein rechnet mit Kosten von rund 208 000 Euro. Trotz der hohen Unterstützung durch die NRW-Stiftung bleibt also immer noch ein Finanzloch, das gefüllt werden muss. Dafür werden die Vereinsmitglieder in nächster Zeit die sprichwörtlichen Klinken putzen gehen. Dübbert: "Wir suchen Spender und Sponsoren, werden viele Briefe rausschicken und hoffen auf Unterstützung der Hertener Bürger." Ein Schutzdach für die Ruine bietet zwei Möglichkeiten. Zum einen wird die alte Bausubstanz besser vor Verwitterung geschützt. Zum anderen wäre der Raum für Veranstaltungen wetterfest, mit denen man kontinuierlich weitere Einnahmen erzielen könnte. Gerade die Abhängigkeit vom Wetter hat in der Vergangenheit häufig dazu geführt, dass Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Der Wiederaufbau der Orangerie ist das erklärte Satzungsziel des Orangerie-Vereins. Dieser Wiederaufbau ist ein Millionenprojekt, kann nach Schätzungen zwischen zwei und vier Millionen Euro kosten. Das Geld hat die Stadt nicht. Der Wiederaufbau sei abhängig von einem wirtschaftlich tragfähigen Nutzungskonzept, sagt Bürgermeister Dr. Uli Paetzel: "Als Stadt können wir kein Gebäude ohne ein Nutzungskonzept übernehmen."