Bürger wünschen Spiel- und Arbeitsplätze

Auf großes Interesse stieß in der Martin-Luther-Schule die Vorstellung der Entwürfe für die Neuegestaltung des Zechengeländes in Westerholt.
Auf großes Interesse stieß in der Martin-Luther-Schule die Vorstellung der Entwürfe für die Neuegestaltung des Zechengeländes in Westerholt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach Entwürfen des Züricher Planungsbüros „Bob Gysin + Partner“ soll das Westerholter Zechengelände saniert und zu einem „Labor des Wandels“ umgestaltet werden. Aber was sagen die Bürger dazu?

Gelsenkirchen-Hassel/Westerholt..  Nach Entwürfen des Züricher Planungsbüros „Bob Gysin + Partner“ soll das Westerholter Zechengelände saniert und zu einem „Labor des Wandels“ umgestaltet werden. In den kommenden 25 Jahren soll dort eine Mischung aus Büros, Gewerbe, Forschung, Technologie, Bildung, Wohnen, Kultur, Ateliers, Gastronomie und Freizeitnutzung entstehen. Daran a neben Bob Gysin auch die Büros wbp-Landschaftsarchitekten, CIMA Beratung + Management GmbH sowie EK Energiekonzepte AG. Ein Thema, das im Anschluss an die Empfehlung der Experten-Jury kürzlich auch die Stadtverordnetenversammlungen in Gelsenkirchen und in Herten beschäftigte. Aber was sagen die Bürger dazu?

„Es wird Zeit, dass dort gehandelt wird, bevor alles vergammelt“, sagt Andrea Henze. „Die Stadt sollte aber bei der Neugestaltung nicht nur an Gewerbe und Industrie denken, sondern auch an die Bürger. Ich wünsche mir dort zum Beispiel einen Indoor-Spielplatz für Kinder. So etwas fehlt in Herten.“

Das Konzept von Bob Gysin sieht vor, Gebäude zu erhalten oder aber – falls ein Abriss nötig ist – Materialien und Geräte wiederzuverwerten. Das dürfte Kevin Kockert entgegenkommen. Er wünscht sich, „dass bei den Plänen für die Neugestaltung daran gedacht wird, viel von der alten Zechensubstanz zu erhalten. Schließlich war das doch typisch für Herten und das Ruhrgebiet. Auch ein Museum wäre toll. In dem könnte man zeigen, wie es unter Tage aussah.“

Investitionen sollen Arbeit schaffen

„Bei der Neugestaltung sollte man darauf achten, ob Investitionen auch Arbeitsplätze schaffen“, meint Heinrich Hornung. „An denen fehlt es nämlich in der Region besonders. Alles, was nur schön aussieht, aber keine Arbeitsplätze schafft, das kostet nur Geld und bringt nichts ein.“

Die Details des jetzt vorgestellten Entwurfs werden weiter ausgearbeitet und voraussichtlich Mitte des Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt.