Bürger könnten sich getäuscht fühlen

Zwanzig Personen, darunter sechs Gäste, diskutierten beim FDP-Stadtparteitag auf dem Hof Wessels die kommunalpolitische Arbeit der Freien Demokraten im letzten Jahr. Vorsitzender Carsten Balzk sah in der seiner Meinung nach hohen Zahl von Gästen ein Zeichen, das nach dem schlechten Ergebnis der Kommunalwahl im vergangenen Jahr nun wieder Mut mache.

Herten-langenbochum.. Zur kommenden Arbeit der FDP in Herten, betonte Balzk, sie werde auch in Zukunft nach sachorientierten Lösungen für die Probleme Hertens suchen und die Politik der Verwaltung konstruktiv und kritisch begleiten und fördern. Eine Totalopposition sei für die Freien Demokraten in Herten keine Lösung.

Mit Kritik an der Arbeit des Rates der Stadt Herten sparte Joachim Jürgens indes nicht. So scheine für ihn, dem einzigen Vertreter seiner Partei im Rat, das Stadtparlament zum Abnickverein des Bürgermeisters zu verkommen. Mit der absoluten Mehrheit im Rücken fassten sozialdemokratische Ratsmitglieder ohne eigene Wortmeldungen Beschlüsse auch zu problematischen Themen.

Die Fremdwährungskredite nahm Richard Lorisch, Beisitzer im Vorstand, erneut ins Visier. Die Politik des Kämmerers und Bürgermeisters mache aus den bisherigen Buchverlusten ein Problem unserer Kinder und sei eine Politik der Unverantwortlichkeit. Zur aktuellen Grundsteuererhöhung warf Lorisch dem Bürgermeister vor, die von ihm propagierte Mitmachstadt selbst ad absurdum geführt zu haben. Weder die Bürgervorschläge noch die Sparvorschläge der Oppositionsparteien seien im Haushaltsentwurf berücksichtigt worden. Stattdessen habe der Bürgermeister die Bürgerinnen und Bürger mit einem Brief besänftigen wollen. In ihm erläutere Dr. Uli Paetzel die Grundsteuererhöhung 2015 und versichere, dass keine weiteren Belastungen erfolgen sollen, obwohl die nächste Erhöhung für 2018 bereits beschlossen sei. Da könne man sich, so meinte Beisitzer Lorisch, als Bürger zu recht getäuscht fühlen.