"Blaue Pappel" zieht um

Einst prangte sie an der Fassade des Ruhrfestspielhauses, seit dem Umbau empfängt die "Blaue Pappel" von Stefan Pietryga die Besucher im Treppenhaus. Jetzt zieht die Skulptur ein weiteres Mal um.

Recklinghausen.. Künftig wird das Werk aus Eichenholz an der Fassade der Kunsthalle an der Große-Perdekamp-Straße zu sehen sein. "Standing ovation" hatte Stefan Pietryga die schlanke, grob behauene Skulptur seinerzeit genannt. Entstanden ist die Pappel 1991 im Rahmen der Ruhrfestspiel-Ausstellung "Europäische Werkstatt Ruhrgebiet". Das Material lieferte damals die städtische Gärtnerei. Mit Unterstützung des Kunstvereins blieb die "Pappel" nach Beendigung des Projektes in Recklinghausen.

Der Zeitpunkt des Umzugs seiner Skulptur fällt parallel mit einem Wiedersehen mit Stefan Pietryga in Recklinghausen. Noch bis Sonntag ist der gebürtige Ibbenbürener, der in Potsdam lebt, mit einigen Arbeiten in der Jubiläumsausstellung "hängen geblieben" des Kunstvereins vertreten. Vom 1. Februar bis 19. April taucht er erneut bei der Hommage zum 100. Geburtstag für Ernst Hermanns in der Kunsthalle auf. Pietryga ist einer von sechs Meisterschülern des Gründungsvaters des "jungen westen".