Bewerbung für Projekt "Zukunftsstadt"

Wie kann eine Gemeinde wie Oer-Erkenschwick fit für die Zukunft gemacht werden? Antworten auf diese Frage will die Stadt gemeinsam mit Bürgern und der Universität Siegen erarbeiten. Und zwar im Zuge des Projekts Zukunftsstadt. Das ist vom Bundesforschungsministerium ausgeschrieben worden und wird auch von Berlin finanziell gefördert. Ein mögliches Projektergebnis könnte ein elektronisches Rathaus sein.

Oer-erkenschwick.. "Ein Ziel der Werkstatt ist es, die städtische Wirtschaftsförderung zu verbessern. Und zwar vor dem Hintergrund, dass die Menschen in der Stadt immer älter werden und deshalb zahlreiche Betriebsinhaber Probleme haben, Nachfolger zu finden", sagt die städtische Wirtschaftsförderin Sandra Bonnemeier.

"Ein Hilfsangebot für Unternehmer und ihre Beschäftigten könnte beispielsweise ein rund um die Uhr im Internet verfügbares Gewerbeflächenmanagement sein", erläutert Sandra Bonnemeier. Wie so etwas und weitere internetbasierende Bürgerservices funktionieren können, weiß Prof. Dr. Claudia Müller von der Universität Siegen. Die Professorin des Instituts für Wirtschaftsinformatik forscht seit Jahren an dem Thema "technikgestützte Stadt-Infrastrukturen" und wird die geplanten zwei Zukunftswerkstätten, die für alle interessierten Bürger offen sind, begleiten. Bis die stattfinden können, muss die Stadt aber erst mit ihrer Bewerbung zur Teilnahme an dem Projekt des Bundesforschungsministeriums Erfolg haben. Die notwendigen Konzeptunterlagen werden in diesen Tagen verschickt.

Mitte April entscheidet eine Jury unter Federführung des Ministeriums dann darüber, welche Bewerber zu dem Kreis der 50 teilnehmenden Städte gehören. Die werden danach in einem ersten Schritt mit 35 000 Euro gefördert. Der Stadt entstehen bei einer Projekt-Teilnahme keine Kosten. Nach dem erhofften Zuschlag durch das Bundesforschungsministerium können ab Juni unter Leitung der Uni Siegen zusammen mit interessierten Bürgern zwei Zukunftswerkstätten stattfinden. Ergebnis soll danach eine sogenannte "Vision 2030plus" für Oer-Erkenschwick sein. Wird die von Berlin für gut befunden, ist in der Phase zwei des Projektes eine weitere finanzielle Förderung in Höhe von immerhin 200 000 Euro zur detaillierteren Ausarbeitung der Arbeitsergebnisse möglich.

Wer sich weiter informieren oder an dem Projekt beteiligen möchte, kann sich an Sandra Bonnemeier im Rathaus telefonisch unter 02368/ 69 13 68 wenden.
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