Baustart verschiebt sich um zehn Tage

Der Kreisverkehr an der Henrichenburger Straße Ecke Sachsenstraße erhitzt die Gemüter. Und doch kamen nicht einmal 20 Bürger zur Infoversammlung ins Willy-Brandt-Haus. Viel Neues gab es aber auch gar nicht zu berichten.

Recklinghausen.. Mit kurzen Worten entschuldigten sich die Verwaltungsvertreter für das vermeintliche Unter-den-Tisch-Fallen-Lassen, das angeblich einem internen Missverständnis geschuldet war. Und in der Kürze der Zeit sei vor Ort kein geeigneter Raum mehr aufzutreiben gewesen, also sei man von Suderwich ins alte Kreishaus ausgewichen.

Axel Fritz machte als Abteilungsleiter Straße die Pflicht zur Kür und schilderte in kurzen Worten noch einmal den bisherigen Werdegang dieses Kreisverkehrs, dem wegen des zwischenzeitlichen öffentlichen Widerstandes durchaus eine "schwierige Geburt" zugestanden werden muss.

Dass an dieser Stelle etwas geschehen musste, war klar: "Die Ampelanlage war kaputt und in dieser Form nicht reparabel", erklärte Fritz, der allerdings zugab, dass man sich in der Folge nicht für die richtige Option entschieden hätte: "Wir hatten mit dem Kreisverkehr-Provisorium an der Hertener Straße gute Erfahrungen gemacht, aber im Nachhinein hätte sich möglicherweise eine Lösung mit Baustellenampeln als praktikabler erwiesen." Vor allem hätte sie vielleicht nicht so viele Elternproteste nach sich gezogen.

Doch die unansehnliche Übergangslösung für den Kreisverkehr ist eigentlich schon Geschichte, wenngleich deren "Lebenszeit" noch ein wenig verlängert wird. Weil die Leitungsarbeiten von Westnetz zehn Tage mehr als geplant in Anspruch nehmen, verschiebt sich auch der eigentliche Baubeginn des endgültigen Kreisels um diese Zeitspanne auf die letzte Septemberwoche.

Der Rest ist eine Frage des Wetters: "Läuft’s gut, dann schaffen wir es noch in 2014. Kommt ein Wintereinbruch, dann kann es auch bis zum Frühjahr dauern", so Axel Fritz, der noch einmal ausdrücklich darauf hinwies, dass am Kreisel ein Baubüro eingerichtet wird, das vermutlich donnerstags ab 16 Uhr von Jedermann besucht werden kann. Bürgerinfo ist schließlich Ehrensache.

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