AWO-Kita bleibt im Exil

Im November 2013 hat die AWO-Kita Sternenhimmel in der einstigen Mosaikschule Quartier bezogen. Eine Übergangslösung, die vor allem für Kinder unter drei Jahren nicht optimal ist, und für die vorerst auch kein Ende in Sicht ist. Zwar liegt jetzt ein Gutachten über den Wasserschaden im Kita-Gebäude an der Wagnerstraße vor, aber die Auswertung dauert noch.

Datteln.. Eines ist aber sicher: "Einen Umzug zur Wagnerstraße zum 1. August können wir jetzt schon ausschließen", sagt Kerstin Fromm, Kita-Fachbereichsleiterin der Arbeiterwohlfahrt. Selbst wenn die Ursache für die Feuchtigkeit bekannt ist, dauert es länger, ehe die Arbeiten ausgeschrieben, vergeben und durchführt sind.

Einige Eltern haben bereits Konsequenzen gezogen, ihre Kinder fürs neue Kindergartenjahr gar nicht erst an- oder sogar aus dem laufenden Kita-Betrieb abgemeldet. Von den vorhandenen zwölf Plätzen für Kinder unter drei Jahren sind zurzeit noch sechs belegt. "Das sieht die Kindergarten-Leitung mit Sorge", sagt Kerstin Fromm.

Die Eltern-Entscheidung richte sich aber weder gegen die Einrichtung Sternenhimmel noch gegen das engagierte Kita-Team, sondern allein gegen die räumlichen Gegebenheiten und den Standort direkt an der Gustav-Adolf-Schule

Die AWO hatte das Gebäude an der Wagnerstraße gerade für die Betreuung von Kinder unter drei Jahren fachgerecht umgebaut, als feuchte Wände und Schimmelpilzbefall eine weitere Nutzung unmöglich machten.

Der Aufenthalt in der Mosaikschule sollte nur vorrübergehend sein, dauert jetzt aber schon eineinhalb Jahre.

Im vergangenen Sommer mussten die rund 65 Kinder noch mit einem Teil des Schulhofes als Spielfläche vorlieb nehmen. In den Osterferien haben Eltern, Stadt und Förderverein ein kindgerechteres Außengelände mit Spielgeräten und einem großen Sandkasten angelegt. Das war auch deswegen nötig, weil nach den Sommerferien eine vierte Kindergartengruppe in der ehemaligen Mosaikschule eingerichtet wird.

Für Kinder über drei Jahren, eine Altersgruppe, für die es in Datteln zu wenig Kindergartenplätze gibt. 90 Kinder besuchen dann den Sternenhimmel-Standort Mozartstraße. Eine Kita-Gruppe soll dort übrigens langfristig untergebracht werden.