Aus Ruine wird ein schmucker Schützentreff

Die Sinsener Schützen sind froh und stolz und das zu Recht. Aus einer Ruine haben sie in zwei Jahren einen schmucken und gemütlichen Treffpunkt gemacht, und das weitgehend in Eigenleistung. Jetzt feierten sie mit zahlreichen Gästen und Schützen aus ganz Marl die Einweihung.

Marl.. Präsident Heinz Gendorf erinnerte daran, dass seit der Wiedergründung der Gilde im Jahr 1953 die Suche nach einem geeigneten Vereinsheim die Geschichte des Vereins begleitet hat. 2008 traten die Schützen dann an die Stadt Marl mit der Idee heran, aus drei Klassenräumen der ehemaligen Haardschule, die zuletzt den offenen Ganztag beherbergten, ein Vereinsheim mit Schießbahnen zu machen. Der Erbbaurechtsvertrag wurde 2013 unterschrieben, und los ging es mit den Renovierungsarbeiten.

"Die dicksten Brocken waren die Sanierung der Wände und die Durchbrüche, die wir machen mussten", sagt Bauleiter Horst Andes, zugleich Vizepräsident der Schützengilde. "Ein Drittel des Daches musste neu gedeckt werden, weil es undicht war, eine neue Heizungsanlage musste eingebaut und neue Leitungen verlegt werden."

Den Sinsenern kam zugute, dass alle notwendigen Gewerke von Mitgliedern des Vereins abgedeckt werden konnten. Trotzdem beläuft sich die Investitionssumme noch auf rund 50 000 Euro. Im neuen Schützentreff stehen auf rund 270 Quadratmetern jetzt ein großer Veranstaltungsraum mit Theke und gemütlichen Sitzecken sowie mehrere Schießbahnen zur Verfügung. Sie sind aber beweglich gebaut, sodass diese Räume auch für andere Aktivitäten genutzt werden können.

Bürgermeister lobt Engagement

Auch Bürgermeister Werner Arndt lobte das Engagement der Sinsener Schützen: "Dieses Gebäude war völlig marode", sagte er bei der offiziellen Einweihung. "Wer den Unterschied heute sieht, kann sich in etwa vorstellen, wie viel Arbeit hier investiert worden ist, um im Stadtteil Sinsen einen Treffpunkt zu schaffen."

Die Pfarrer Ulrich Müller und Thomas Damm nahmen anschießend eine ökumenische Weihe des neuen Schützentreffs vor. Musikalisch umrahmte das Lukas Bartoschak Quartett die Eröffnung. Hier sollen die Schießabende der Schützen und ein sonntägliches Kaffeetrinken regelmäßig stattfinden.