Aufbruchstimmung in der Arche

Es war ein langer, schwieriger Prozess, den Kindergarten Blauland am Lipper Weg in eine Einrichtung umzuwandeln, in der behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreut werden. Mittlerweile sind alle Hürden aus dem Weg geräumt und in der Einrichtung am Lipper Weg herrscht Aufbruchstimmung.

Marl.. Davon überzeugten sich am Donnerstag Vertreter der Stadt und des Diakonischen Werkes. Wie berichtet, hat die einst städtische Kita Blauland mit der Diakonie nicht nur einen neuen Träger, sondern auch einen neuen Namen. Aus Blauland wurde Arche. In der neuen Einrichtung werden nun 37 Kinder ohne Behinderung und neun Kinder mit einer Behinderung betreut. Die Jungen und Mädchen sind ein bis sechs Jahre alt. Um sie kümmern sich acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Praktikantin und junge Helfer, die ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten.

Für Bürgermeister Werner Arndt bildet die neue Kita Arche einen "wichtigen Baustein für die gleichberechtigte Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderungen in unserer Stadt", sagte er beim Rundgang und der Übergabe eines symbolischen hölzernen Schlüssels an den neuen Träger, das Diakonische Werk im Kirchenkreis Recklinghausen.

Diakonie-Vorstand Horst Bögeholz dankte Bürgermeister Arndt und den Stadtvertretern noch einmal herzlich "für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt". Die nicht immer einfach war. Im Vorfeld des Trägerwechsels und der Absicht, die Kita Blauland in eine Einrichtung für behinderte und nicht behinderte Kinder umzuwandeln, fühlten sich die damaligen Blauland-Eltern und auch die Politik von den Plänen der Verwaltung anfangs etwas überrollt.

Noch ist zusätzlich zu den drei Gruppen der Diakonie eine Gruppe der städtischen Kita Blauland am Lipper Weg untergebracht. Mit der Fertigstellung der neuen Kita an der Max-Planck-Straße wird diese Gruppe jedoch zusammen mit dem Betreuerteam dorthin umziehen.