2,1 Mio. Umsatz mit Porzellan und Co.

Wenn es um Glas, Porzellan, Keramik und Hausrat geht, kaufen die Waltroper am Ort. Angesichts eines errechneten Nachfragevolumens von 2,6 Millionen Euro, sind 2,1 Mio. Euro in den lokalen Kassen eine glänzende Umsatzbilanz. Das geht aus einer Studie der IHK Nord Westfalen hervor, die Ende Oktober vorgestellt wird.

WALTROP.. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte Christian Streege von der IHK Nord Westfalen die hohe Kaufkraftbindung in den genannten Einzelhandelssegmenten: "Da fällt Waltrop aus dem Rahmen. Das ist beileibe in anderen Städten nicht so stark ausgeprägt."

Was sich bei Porzellan &Co. schon seit vielen Jahren überaus positiv darstellt, gilt für andere Bereiche des innerstädtischen Einzelhandels nicht so. So hat die IHK für den Bereich "Sportartikel/Fahrräder" ein örtliches Nachfragevolumen von 4,6 Millionen Euro errechnet. Umsatzzahlen sind nicht bekannt. Das Angebot für Spiel-, Sport-, und Hobbyartikel sammelt sich in der Innenstadt auf einer Verkaufsfläche von gerade einmal 350 Quadratmetern.

Drogerieartikel, Nahrungs- und Genussmittel sind der Renner

87 Betriebe verfügen an der verkehrsberuhigten Hochstraße und im Bereich der Fußgängerzonen Hagelstraße, Rösterstraße und westliche Dortmunder Straße bis hin zur Straße Am Moselbach über eine Verkaufsfläche von 13 250 Quadratmetern. Fast die Hälfte des Gesamtumsatzes in der Innenstadt wird durch Nahrungs- und Genussmittel sowie Drogerieartikel erwirtschaftet. Klassische "Nahversorger".

Der Anteil der überregional tätigen Filialisten am Warenangebot beträgt 20 Prozent. Im Vergleich mit anderen Mittelstädten um 30 000 Einwohner ist die Zahl der von ihren Eigentümern geführten Geschäfte in Waltrop noch relativ hoch.

Große Nachfrage an Unterhaltungselektronik

Aber in direkter Lage zum Oberzentrum Dortmund und dem aufpolierten Mittelzentrum Recklinghausen gelingt es dennoch ganzen Branchen nicht, Kaufkraft am Ort zu halten oder aber zu generieren. Das Nachfragevolumen für Unterhaltungselektronik wird von der IHK auf 13,7 Mio. Euro beziffert. Der lokale Umsatz wird auf unter einer Million Euro geschätzt.

Auch andere kleinere Städte im Revier weisen ähnliche Kennziffern aus. Christian Streege, IHK: "Dabvei sehen die Waltroper ihre Stadt negativer, als sie wirklich ist."