150 Gläubige beten für den Frieden

Mit so einer großen Resonanz hatten die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden nicht gerechnet. Knapp 150 Oer-Erkenschwicker beteiligten sich auf dem Berliner Platz am ersten ökumenischen Friedensgebet.

Oer-erkenschwick.. Auch die beiden Hodschas und Gläubige der muslimischen DITIB-Gemeinde von der Klein-Erkenschwicker-Straße und der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) von der Werderstraße gedachten des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren, der Millionen Menschen den Tod brachte.

"Auch heute leiden viele Menschen auf der Welt unter Krieg und Terror. Ich nenne nur die Ukraine, Syrien, Irak, Israel, Nigeria und den Kongo", meinte Pfarrer Clemens-August Holtermann. Leider werde gerade im Namen Gottes viel Unheil in die Welt gebracht.

Hodscha Ali Romanoglu (IGMG) las Friedenstexte aus dem Koran vor, Pfarrer Reinhard Vehring erinnerte mit dem "Gebet der Vereinten Nationen" an die gemeinsame Verantwortung für die Welt. Für einen würdigen musikalischen Rahmen sorgte Jürgen Grenz mit seinem Saxofon. Pfarrer Bernd Schäfer appellierte an die besondere Verantwortung der Deutschen als Kriegsschuldige für den Frieden: "Trotzdem zählen wir heute wieder zu den größten Waffenexporteuren auf der Welt."