Zum Absacker in die Alte Bierstube in Velbert

WAZ-Redakteur Sascha Döring im Gespräch mit Uschi Martin (r.), Kurt Martin (l.) und Gästen der Kneipe Alte Bierstube an der Nevigeser Straße.Foto:H
WAZ-Redakteur Sascha Döring im Gespräch mit Uschi Martin (r.), Kurt Martin (l.) und Gästen der Kneipe Alte Bierstube an der Nevigeser Straße.Foto:H
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Was wir bereits wissen
Stammkunden schauen oft auf dem Weg nach Hause in der Alten Bierstube in Velbert vorbei. Bei Wirt Bozo Glibo herrscht eine familiäre Atmosphäre.

Es ist später Nachmittag, so gegen 17 Uhr. An der Theke in der Alten Bierstube herrscht aber schon beste Stimmung. Uschi und Kurt Martin, Ulrike Born und Michael Thies lassen es sich gut gehen. „Am besten trifft es das Lied von Peter Alexander“, sagt Kurt Martin. „,Die kleine Kneipe’ beschreibt wunderbar, wie es hier ist.“ Bestimmt drei Mal in der Woche trifft sich das Quartett in der Kneipe gegenüber der Friedenskirche. „Das geht auch gar nicht anders“, sagt Kurt Martin lachend. „Denn auf dem Weg nach Hause kommen wir hier immer vorbei.“

Die vier lieben die Atmosphäre, „es ist gemütlich und immer was los“ erzählt Uschi Martin. „Und der Wirt ist ein ganz Netter mit einer ganz lieben Frau“, schwärmt sie von Bozo Glibo. Der 37-Jährige steht dabei verschmitzt grinsend hinter der Theke und zapft ein Bier. Selbst wenn mal Jüngere den Weg in die Alte Bierstube finden, „werden die sofort integriert, das ist überhaupt kein Problem“, sagt Uschi Martin. Selbst am Wochenende, wenn Fußball im Fernsehen läuft: „Hier treffen sich regelmäßig Schalker und Dortmunder. Und die Geißböcke Velbert. Friedlich bleibt es aber immer, wir verstehen uns“, freut sich Wirt Bozo.

Kräuter für alle

„Wenn die Jugendlichen dann hier sitzen und Fußball gucken, dann dürfen die sich auch ‘ne Pizza bestellen“, erzählt Uschi Martin. „Das finde ich super, weil Bozo ja keine eigene Küche hat.“ Nur kleine Snacks dürfe er anbieten, ergänzt der Wirt. Dafür versorgen sich die Gäste gegenseitig: „Da bringt mal einer Kräuter aus dem eigenen Garten für alle mit oder wir tauschen Rezepte aus“, sagt Kurt Martin. Andere, wie etwa Paul Bents, tragen auch schon mal was zu den Festen in der Alten Bierstube bei. „Ich habe hier schon Musik gemacht oder ein Musik-Quiz veranstaltet“, erzählt der Mann, der früher mit dem „Sunshine Duo“ die Stadt unterhalten hat. „Ja, ja, der Paul“, fällt ihm der Wirt ins Wort. „Der ist immer gut für ‘ne Überraschung, hat auf einer Party für mich gespielt zum Beispiel.“

Neben dem regulären Kneipenbetrieb bietet Bozo Glibo regelmäßig Feste und Veranstaltungen an: Sommerfest und Oktoberfest etwa, „und auch sonst ‘ne ganze Menge, damit die Leute auch wiederkommen“, sagt Kurt Martin. „Und er schafft es, die unterschiedlichen Generationen zu binden.“ Wenn einer der Stammgäste etwa einen Wunsch hat, dann wird auch der in der Regel erfüllt, berichtet Uschi Martin: „Als ich in Rente gegangen bin, wollte ich hier Abschied feiern. Dafür hat Bozo extra an seinem Ruhetag aufgemacht, das war richtig schön.“ Und wer ganz besonders lieb ist, „bekommt auch schonmal ein Stück Kuchen, wenn Bozos Frau oben in der Wohnung gebacken hat.“