Zu Besuch in der Alten Waage am Nevigeser Busbahnhof

Günter Bodenstein (2. von rechts) und der Frühstücks-Stammtisch in der Alten Waage in Neviges.
Günter Bodenstein (2. von rechts) und der Frühstücks-Stammtisch in der Alten Waage in Neviges.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Schon morgens um 8 macht die Alte Waage am Busbahnhof in Neviges auf. Für den Frühstücks-Stammtisch von Günter Bodenstein ein willkommener Treffpunkt.

Neviges..  Es ist gerade einmal 10 Uhr – schon sitzt man in der Kneipe. Eigentlich ungewöhnlich, aber nicht für die Alte Waage am Nevigeser Busbahnhof. Denn hier ist schon ab 8 Uhr geöffnet. Drinnen ist es gemütlich. Ein wenig eng, aber gemütlich. Gleich hinter dem Eingang, am großen Tisch, hat sich eine lustige Runde versammelt. „Wir sind sowas wie ein Frühstücks-Stammtisch“, sagt Günter Bodenstein. „Trotzdem komme ich auch alleine her. Fast jeden Tag bin ich hier – wenn ich Zeit habe.“

Seit Januar kommt der Taubenliebhaber in die Alte Waage, zu Wirtin Karin Hoffmann. „Ich war direkt begeistert“, erzählt Bodenstein, „die Bedienung ist sehr nett und aufmerksam, das Essen ist gut, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und die Menschen hier sind sehr angenehm“, gibt’s gleich haufenweise Lob. „Außerdem ist hier immer etwas los“, setzt Bodenstein an, wird aber prompt unterbrochen: „Aber nur, wenn wir Ollen hier sind“, wirft Uschi Salzmann lachend ein.

Visum für Nicht-Nevigeser

Die gebürtige Nevigeserin wohnt inzwischen mitsamt Mann Wilhelm in Langenberg, kommt aber trotzdem regelmäßig in die Domstadt: „Der Markt ist super, deswegen komme ich gerne zurück.“ Und während Uschi auf dem Markt stöbert, wartet Wilhelm in der Alten Waage: „Hier kann ich töttern, eine Kleinigkeit essen. Sie kommt dann nach und holt mich ab“, erzählt er. Dass neben Langenbergern auch Wuppertaler am Busbahnhof ein- und ausgehen, „das ist ganz normal“, erzählt Günter Bodenstein. „Allerdings brauchen die alle ein Visum“, unterbricht ihn Doris Wutzke. Das Gelächter ist groß.

Doch was wäre eine nette, gemütliche Runde ohne die richtige Verpflegung. Was also schmeckt hier besonders gut? „Matjes“, schallt es fast einstimmig zurück. „Aber auch die belegten Brötchen zum Frühstück sind toll“, lobt die muntere Runde. „Und dann zahlt man hier für ein Frühstück mit Kaffee und Ei nur drei Euro“, sagt Günter Bodenstein. „Wo gibt’s denn sowas noch?“

Seit 27 Jahren ist die Alte Waage jetzt in dem Haus an der Lohbachstraße untergebracht. Der Name „kommt wahrscheinlich daher, dass früher mal an dieser Stelle Lkw gewogen wurden“, sagt Inhaberin Karin Hoffmann. „Aber das habe ich nur vom Hören-Sagen, ich weiß nicht, ob das stimmt.“ Damals war die „Olle Woog“ – so der ursprüngliche Name – noch dort, wo heute eine Spielhalle ist. Nun ist sie beliebter Frühstückstreff für die fröhliche Runde um Günter Bodenstein.