Ziel: Direktmandat
01.09.2009 | 17:54 Uhr 2009-09-01T17:54:00+0200
Velbert. Die Kommunalwahl ist gerade einmal zwei Tage Geschichte, doch nach der Wahl ist vor der Wahl: Die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese startet mit ihrem Team durch in die „heiße Phase” vor der Bundestagswahl.
Bodenhaftung – statt Flanieren auf dem rotem Teppich – will Kerstin Griese beweisen. Sie proklamiert „nah zu sein an den Menschen - und nicht nur in Wahlkampfzeiten”. Gestern stellte sich die SPD-Bundesabgeordnete mit ihrem Vorhaben, „den Wahlkreis direkt zu gewinnen”, einmal mehr der Öffentlichkeit vor.
Sie will da sein, präsent sein, „was ich schon durch meine Reihe ,Kerstin Griese trifft...' in regelmäßigen Abständen beweise”. Und betont noch einmal: „Abgeordnete sollten immer da sein.” Kerstin Griese gehört seit nunmehr neun Jahren dem Deutschen Bundestag an und hat sich auch in den eigenen politischen Reihen vor allem mit ihrem sozialen Engagement für Familie, Jugend, Senioren - sie ist Vorsitzende des Bundesausschusses für Familie - nicht nur einen Namen gemacht, sondern auch einen beachtlichen Stellenwert erarbeitet. Nicht umsonst belegt sie auf der NRW-Landesliste den quasi sicheren Platz 14. Und nochmal kommt's ehrgeizig: „Ich will aber den Wahlkreis direkt holen.” Dabei setzt sie bei den Erststimmen auch auf Voten aus den Reihe der Grünen; mit dem Hinweise darauf, dass eine Koalition mit den Grünen auf Bundesebene „eine Perspektive ist”. Und: „Weil ich mich auch für eine gesunde Umwelt einsetze und dafür, dass unsere Gesellschaft sozial gerechter wird, für Bildungschancen für alle Kinder und den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen.” Griese, schon als junge Frau in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche engagiert, steht in der SPD-Bundestagsfraktion auch für den Einsatz für „ein friedliches und demokratisches Zusammenleben der Kulturen und Religionen”.
Natürlich sei sie jetzt besonders stark im Niederbergischen unterwegs. Es ist halt Wahlkampfzeit. So ist sie bei den Podiumsdiskussionen der Gymnasien und der Gesamtschule in Velbert präsent. Oder fährt mit ihrem Kerstin-Mobil durch den Nordkreis, ist an Info-Ständen präsent und verschenkt wieder Wa(h)lfische. Diesmal gibt's die aufblasbaren Badewannen-Begleiter in hellblau - nach bisher dunkelblauen und roten - in 1000facher Auflage.
Sie will das Ihre vor Ort dazugeben, dass die SPD im Bundestrend besser wird. Kerstin Griese: „Die Ergebnisse der Kommunalwahl am Sonntag waren nicht erfreulich.”
Sie will „alles dafür tun, damit die Leute überhaupt zur Wahl gehen”. Und da kann sie am 19. September noch einen prominenten Kämpfer in Velbert begrüßen: Kerstin Griese trifft... Franz Müntefering auf dem Forumsplatz.
Ebenso setzt sie auf die vielen jungen Aktiven aus den SPD- oder Juso-Reihen und ihr Wahlkampf-Team.
17:02
Die Sache mit dem eingesparten Lärmschutz an der Flandersbach ist eine Frechheit gegenüber den dort lebenden Menschen.
Warum können sich anderorts Politiker für ihre Bevölkerung einsetzen, und warum tut Frau Griese das nicht.
Bisher hat man von ihr nichts zum Thema gehört, außer, dass sie für mehr Umweltschutz ist.
Sicher ist sie auch für mehr Frieden, mehr Gerechtigkeit und mehr Gesundheit...
Bald ist Wahl, Frau Griese...
00:43
Lieber metropol,
wieso habe ich wohl dieses hintenan gestellt: ...^^ :D
Zumal ich im vorherigen Satz eine äußerst klare Ansage gemacht habe, wie ich finde. :)
Ist nicht immer leicht in Texten Ironie rüberschwappen zu lassen, ich werde versuchen es demnächst klarer auszudrücken.
Glückauf!
Thomas
22:11
Mir ist ein CDU-Kandidat, der die Autobahn befürwortet und den Lärmschutz hintenanstellt lieber als eine SPD-Kandidatin, die das gleiche tut aber dann verlautbart, sie wäre ja besonders für eine gesunde Umwelt.
@ von kandis: Richtig, man kann unterschiedlicher Meinung sein. Selbst in wichtigen Punkten stimme ich nicht immer mit denen überein, die ich wähle. Doch nie würde ich jemanden wählen, der das Wahlvolk für dumm verkauft. Das ist das Problem mit Frau Griese und der A44.
Hätte Sie gesagt: Ich bin dafür Leute, weil..., doch ich werde meinen Einfluss nutzen, es für Euch so erträglich wie möglich zu machen....
Doch sie ließ sich 2005 (als die Zahlen getürkt wurden) in der WAZ feiern, da nun kein Lärmschutz mehr gebraucht würde.
In Wuppertal hat man eine neue Landstrasse über 2 km in einen Tunnel gelegt: WEGEN EINES WALDES !
In Velbert und Heiligenhaus sind MENSCHEN ES NICHT WERT, dass man sich für sie einsetzt.
Liebe Frau Griese: so viel Macht und so wenig Einsatz, das reicht uns mal!
Und @Auer: wenn Sie meinen, eine Erststimmenempfehlung für DIESE Kandidatin abgeben zu können, müssen viele ihre Zweitstimmenpräferenz für die Grünen überdenken. Glückauf!
17:56
Es ist wirklich abstoßend, wie Frau Griese sich den politischen Lagern (hier GRÜNE, dort A44-Befürwortern) anbiedert. Jetzt setzt sie sich für eine gesunde Umwelt ein. Vor Wochen hat sie sich noch auf Kosten der Umwelt profiliert (im Falle des Lückenschlusses der A 44 wäre Steinmeier schneller).
Ihre politische Haltung als stramme A44-Befürworterin ist ihr nicht vorzuwerfen. Um aber für grün-orientierte Wähler als Direktkandidatin (Erststimme) in Frage zu kommen, sollte man doch ein gewisses Engagement erwarten, eine Autobahn-Planung zu realisieren die die gravierendsten Folgen (insbesondere des Lärms in Heiligenhaus und Flandersbach) mindert. Mit der rechnerischen Halbierung der Verkehrszahlen hat sie das Gegenteil erreicht.
Mir ist ein CDU-Kandidat, der die Autobahn befürwortet und den Lärmschutz hintenanstellt lieber als eine SPD-Kandidatin, die das gleiche tut aber dann verlautbart, sie wäre ja besonders für eine gesunde Umwelt. Das ist keine klare Position.
Auf eine Abgeordnete, die zwischen den unterschiedlichen Interessen und Interessensgruppen (Umwelt/Autobahn) vermittelt, bei Unsinn in Ministerien und Behörden interveniert und wirklich etwas in ihrem Wahlkreis bewegt, werden wir wohl noch lange warten müssen. Plattitüden verbreiten ist halt bequemer als echtes Engagement.
23:42
- von
23:36
Wir haben unsere eigenen Kandidaten in den entsprechenden Wahlkreisen (Peter Knitsch u. Mareike Grigo).
Eine Wahlempfehlung unsererseits wird Fr. Griese sicherlich nicht erhalten!
Wenn denn allerdings die Bundes-SPD eine Zweitstimmen-Empfehlung zugunsten der Grünen (und zwar bundesweit) aussprechen würde, ja dann...^^ :D
Eine Perspektive im Bund, wie von Kerstin Griese postuliert, sehe ich derzeit nicht (was aber wohl weniger an uns liegt), zumindest nicht in einer Zweier-Konstellation.
Anstelle von Super-Nannys zu engagieren, sollte die SPD mal echte und wahrscheinliche Szenarien für die Wähler/innen entwerfen.
Da das sog. (Titanic) Merkel nichts aufzubieten hat, sollte die SPD - um zu polarisieren - mal eine Spur härter an den Koalitionspartner rangehen, wenn denn andere Optionen wirklich gewünscht sind.
Von und zu gut
Thomas
http://www.youtube.com/watch?v=bGhJbr7DMmg
22:58
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20:00
„Weil ich mich auch für eine gesunde Umwelt einsetze ..., oh bitte, Frau Griese, ersparen Sie uns leere Worthülsen.
Sie haben den Rechentrick, den Verkehr auf der künftigen A44 an der Flandersbach entgegen amtlichen Zahlen zu halbieren (Papier ist geduldig) zu verantworten. Dafür ist uns nun eine Schrottautobahn ohne effektiven Lärmschutzin die besten Wohnlagen versprochen worden.
Was wir brauchen ist eine Wahlkreisabgeordnete, die sich um ihren Wahlkreis kümmert.