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Panoramaradweg

Wülfrath will sich ab 2015 um Panoramaradweg kümmern

10.12.2014 | 09:00 Uhr
Wülfrath will sich ab 2015 um Panoramaradweg kümmern
Die Radel-Saison geht (zumindest für die meisten) dem Ende entgegen, wenn das Laub fällt und für eine Menge Arbeit sorgt.Foto: Stadt Heiligenhaus

Velbert.   Während Velbert und Heiligenhaus seit der Eröffnung ihre Teilstücke des Panoramaradwegs pflegen, hat sich Wülfrath bislang geweigert. Und der Kreis zahlt.

Ab nächsten Januar wollen sich die Wülfrather – erstmals seit seiner Eröffnung im Hochsommer 2011 – um die Pflege des Teilstücks vom Panoramaradweg Niederbergbahn kümmern, das auf ihrem Stadtgebiet liegt. Und zwar zunächst einmal für ein Jahr.

Der Kreis macht’s zähneknirschend

Das sieht, wie jetzt Christiane Singh auf WAZ-Anfrage weiter berichtete, ein mehrheitlicher Ratsbeschluss der „Kalkstädter“ vor. Man wolle in 2015 auch genauer die Kosten – Schätzungen belaufen sich auf ca. 50 000 Euro – und den Aufwand ermitteln, so die u. a. für Planen und Bauen zuständige Dezernentin weiter. Es gebe allerdings „in der Politik Stimmen“, denen zufolge der Radweg prinzipiell eine Kreis-Aufgabe sei, weil er eine (über-)regionale Bedeutung habe.

„Wenn der Kreis Mettmann tatsächlich einen Teil übernimmt, dann aber alle drei“, sagt Ralph Güther und führt die Notwendigkeit „einheitlicher Standards“ an. Das Geld für Reinigung und Unterhalt werde in dem Fall eh über die Kreisumlage abgefordert, meint der Vorstand der Technischen Betriebe Velbert (TBV). Diese Umlage wird von allen zehn kreisangehörigen Städten aufgebracht. „So ist das eben. Es gibt aber auch mal Projekte im Kreis-Süden.“

Die Heiligenhauser Anrainer kehren hübsch vor ihrer eigenen Tür und erledigen die Pflege ihres Wege-Abschnitts mit Personal ihrer Technischen Betriebe. Während der Saison, erläutert hierzu Sprecher Peter Parnow, werde wöchentlich mit einer Kleinkehrmaschine gereinigt.

Die TBV pflegen ihren Velberter Teil ebenfalls separat und selbst. Z. B. führe man vor und nach der Saison jeweils eine Grundreinigung durch, nach Bedarf sei auf dem rund neun Kilometer langen Abschnitt ein Auslegermäher im Einsatz, der Weg selbst werde regelmäßig mit einer Kleinkehrmaschine gesäubert. „Aber wöchentlich wäre übertrieben“, findet Güther.

Hinzu kämen u. a. noch die Pflege der Bankette (also die der Ränder) und im Herbst Baumschnittarbeiten. „Wir kommen unserer Verkehrssicherungspflicht vollumfänglich nach“, versichert der TBV-Chef. Er beziffert die Kosten für den gesamten Aufwand auf 90 000 Euro pro Jahr. Eine Summe, die die TBV nicht refinanziert bekommen, sondern auf der sie sitzen bleiben.

Doch das ist noch nicht alles. Denn sowohl Heiligenhaus als auch Velbert bringen – wiederum via Kreisumlage – bislang zusätzlich auch noch das Geld mit auf, das der Kreis für die Wülfrather Radweg-Etappe ausgibt.

„Zähneknirschend“, wie Ulrike Haase betont. „Wir pflegen seit der Eröffnung den Wülfrather Abschnitt, weil sich die Wülfrather einfach weigern“, berichtet die in der Sache zuständige Kreis-Dezernentin. Pro Fegen zahle man z. B. 460 Euro – „insgesamt ein ärgerlicher Haufen Geld“. Schließlich habe der Kreis bzw. die Kreis-Gemeinschaft für Wülfrath ja ein „echtes touristisches Highlight finanziert“. Ca. 1,9 Millionen Euro seien dafür geflossen. Aber der Kreis hafte nun einmal und habe die Verkehrssicherungspflicht. Hingegen habe man mit Heiligenhaus und Velbert „null Probleme“, 2011 habe es „eine nahtlose Übergabe“ gegeben.

Zur aktuellen Lage sagt Haase: „Wir warten erstaunt darauf, dass sich die Stadt Wülfrath mit uns in Verbindung setzt und sagt, was Sache ist. Mit mir hat keiner geredet, mit dem Landrat nicht und mit dem Kreisdirektor auch nicht.“

Klaus Kahle

Kommentare
10.12.2014
17:32
Wülfrath wird clever !
von dorfbeobachter | #1

"Es gebe allerdings „in der Politik Stimmen“, denen zufolge der Radweg prinzipiell eine Kreis-Aufgabe sei, weil er eine (über-)regionale Bedeutung...
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2014-12-10 09:00
Velbert