Wie auf Malle
02.08.2009 | 18:04 Uhr 2009-08-02T18:04:00+0200
Velbert. Na, das war doch mal eine Beachparty, die ihrem Namen alle Ehre gemacht hat. In diesem Jahr hat die CDU wohl einen Pakt mit Petrus geschlossen. Folglich strömten bei traumhaftem Wetter weit über 4000 Besucher auf den Europaplatz zu einem von Velberts größten Volksfesten.
Die Dimension, die die Beachparty bei ihrer elften Auflage erreicht hat, lässt sich jedoch nicht nur an nackten Zahlen festmachen. Aus allen Teilen Deutschlands trommelte etwa der Online-Partysender „Südstars-Radio” seine Hörerschaft zusammen. An ihnen lag es nicht, dass die Party mit gewissen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte. So richtig in Schwung kam sie erst, als sich die Sonne allmählich verabschiedete, und das Publikum endlich seine Lieblinge zu sehen bekam.
Der Europaplatz lag den Künstlern zu Füßen. Atze Schröder-Double „Party Atze” leitete die heiße Partynacht mit einem kleinen Hilfsmittel ein. Zu seiner neuen Single „Kenn' nicht deinen Namen (scheißegal)” reichte er den ganz hart gesottenen Fans den gleichnamigen Schnaps. Mit Erfolg: „Das geht runter wie Butter. Hier komme ich gerne noch einmal hin”, zeigte sich Atze hin und weg. Natürlich war Alkohol ein Thema. Doch damit wussten die meisten Besucher verantwortungsbewusst umzugehen. „Es ist ruhig”, stellte Sanitäter Markus Lennartz zufrieden fest, und sein Kollege Andreas Seibert ergänzte hoffnungsvoll: „Wir hoffen, dass es so bleibt.”
Während dann doch der ein oder andere schlapp machte, erreichte die Stimmung ihren Siedepunkt. Rick Arena betrat als „geilste Sau der Welt” die Bühne und heizte dem Partyvolk mit Mallorca-Disco-Schlagern ordentlich ein. Gut an kamen dabei nicht nur Lieder, deren Texte die Grenzen der moralischen Wertvorstellungen überschritten, sondern auch eher harmlose Klassiker. Die Coverversion von Coras „Amsterdam” war gleich mehrmals zu hören, auch für den Klaus-Lage-Klassiker „1000 und 1 Nacht” gilt: harmlos, aber beliebt.
Aber das können die Gäste ohnehin viel besser beurteilen. „Wir sind wegen der Musik hier, denn in Velbert gibt es ja keine Discothek mehr”, sagte Peter Wiebel, der mit Ehefrau Angela zum Europaplatz kam. Den besuchte Vojkan Kosanovic zum ersten Mal. „Mir fällt auf, dass die Leute hier besser feiern können als in Westfalen”, so der gebürtige Hattinger.
Das Fazit von Polizei und Veranstaltern fällt indes gleichermaßen positiv aus. „Alles ist recht friedlich vonstatten gegangen, wir hatten keine größeren Einsätze”, teilte die Polizei mit. Diesen Eindruck teilte auch CDU-Geschäftsführer Peter Weiß.
11:38
mh, sie merken nix mehr. wie auch im vollsuff. ich erinnere mich da an ein mitglied einer anderen c partei. ich sag nur biergenuß, oktoberfest und autofahren. die doppelmoral in dieser partei(en) erstreckt sich übers gesamte bundesgebiet...
09:46
Gerade gestern wurde noch auf der Homepage der CDU Velbert ein Bericht der Bundeschristdemokraten veröffentlicht, der den Titel Durch gezielte Prävention Alkoholmissbrauch bekämpfen trägt. Alkoholmissbrauch ist scheinbar nur solange ein Missbrauch, bis die Partei damit anfängt, für sich zu werben und Geld verdienen zu können.
Merkt ihr noch was?
15:23
@3
Jaja, schließlich ist das organisierte Saufen ja auch ganz was anderes. Insbesondere, wenn die Veranstalter daran verdienen können. Jugendliches Wild-Saufen mit Billig-Wodka vom Discounter ist hingegen verdammenswert und muß verboten werden. Aber vom Club Der Unfähigen ist wohl auch nichts anderes zu erwarten...
15:10
das war so abgrundtief unterste schublade. aber was will man denn auch erwarten. ich brauchte erst mal drei tage, um mich von dem schock zu erholen. schlimmer als die saufgelage der primis auf mallorca wenn sie so richtig zugedröhnt sind. schinkenstraße in velbert. dass passt.
14:10
Es ist eigentlich egal wie alt man ist, in Velbert wird immer schon Komasaufen geübt und das auch von Prominenten. Diese Beach-Party war wieder einmal so abgrundtief primitiv, dass man sich für Velbert nur schämen kann. Eigentlich dachte ich immer, unterhalb des Ballermann-Niveaus gibt es nicht. Die Christlich-Destruktive Union bewieß das Gegenteil. Herzlichen Glückwunsch.
21:06
es war im übrigen eine cdu veranstaltung. das ist die partei die vorkämpfer für das alkoholverbot war. nur für den fall dass das hier irgendjemand vergessen könnte.
20:17
Für Velberter Prolo-Verhältnisse eigentlich sehr ruhig. Das übliche Unterschichtenpublikum und Alkohol in Massen. Dumme und dümmste Schlager mit nichtssagenden oder obzönen Texten, das kommt in Velbert eben an. Sekt und Wodka aus der Pulle gehört in Velbert einfach dazu.
13:17
Ich kann mich nur schütteln. Besoffene alte Weiber die Jugendlichen hinterherstellen um zu knutschen und wer weiß was sonst noch. Ekelhaft.