Wertgutachten für Kirchen-Immobilien

Auch die Zukunft der Kirche im Siepen ist ungewiss.
Auch die Zukunft der Kirche im Siepen ist ungewiss.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde muss sich von einem Großteil ihrer Immobilien trennen.Die Gebäude werden zurzeit begutachtet, bevor sie auf dem Markt angeboten werden.

Neviges..  Was passiert mit der Kirche im Siepen, mit dem Gemeindehaus an der Siebeneicker Straße, dem alten Pfarrhaus und dem Fachwerkhaus am Kirchplatz 5? Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde will die Immobilien verkaufen – doch noch sind die Häuser nicht auf dem Markt.

Zurzeit ist eine Fachfirma dabei, Wertgutachten über die Beschaffenheit der einzelnen Immobilien zu erstellen, wie Baukirchmeister Olaf Braß auf Anfrage erklärte. Warum überhaupt verkauft werden muss: Die Sanierungskosten für die genannten Gebäude sind zu hoch, um von der Gemeinde gestemmt zu werden, wie auf der Versammlung am 8. März im Siepen verkündet wurde.

Parallel zur Erstellung der Gutachten beschäftigt sich ein Arbeitskreis aus den Reihen des Presbyteriums mit der Frage, wie es nun weitergeht mit den Grundstücken: „Es geht nicht nur um den geplanten Verkauf, sondern auch darum, was man machen könnte, wenn sich die Gebäude eventuell gar nicht verkaufen lassen“, so Baukirchmeister Braß weiter. So stellt sich die Frage, ob man beispielsweise die Kirche im Siepen anders nutzen könnte. „Es wird auch über Umbaupläne nachgedacht. Denn wir wollen ja unser Angebot nicht zusammenstreichen.“ Auch mache man sich in dem Arbeitskreis Gedanken, was im Falle eines erfolgreichen Verkaufs mit dem eingenommenen Geld geschieht.

Die Idee, einen Großteils der Immobilien zu verkaufen – ausgenommen sind nur die Stadtkirche, der Kindergarten und die Friedhofsgärtnerei – hatte der Kirchenvorstand eher aus der Not gehorchend: Ursprünglich war geplant, das sanierungsbedürftige Gemeindehaus an der Siebeneicker Straße nebst angrenzendem Wohnhaus abzureißen und dort einen modernen Gemeindesaal zu bauen. Doch da gab es Gegenwind vom „Amt für Denkmalpflege im Rheinland des Landschaftsverbandes Rheinland.“ Beide Gebäude, so signalisierte das Amt, stünden bald auf der Denkmalliste. Ähnlich sieht es mit dem alten Pfarrhaus auf dem Pastoratsberg aus.

Dass der Gemeinde Geld zur Instandhaltung der Gebäude fehle, hänge nicht etwa mit der Sanierung der Stadtkirche zusammen. Dafür werden zwar Spendenaktionen organisiert, man nehme aber kein Geld aus der Kasse, betont Finanzkirchmeister Jörg Sindt.