Wenn Herzen aus dem Takt sind
18.11.2010 | 18:48 Uhr 2010-11-18T18:48:00+0100
Velbert.Das Klinikum Niederberg lädt am morgigen Samstag gemeinsam mit der deutschen Herzstiftung, der AOK Regionaldirektion Mettmann, dem Verein der Freunde und Förderer Klinikum Niederberg und der Firma Braun Melsungen AG zum kostenfreien Besuch des Herzseminars
im Forum Niederberg ein. Das Leitthema der Veranstaltung wird „Herzrhythmusstörungen“ sein.
Erstmalig wurde als Vortragsort das Forum ausgewählt. „Wir hatten in den letzten Jahren so viel Zulauf bei unseren Veranstaltungen, dass wir die Besucher, die ja häufig der älteren Generation angehören, nach Hause schicken mussten, weil sie keinen Sitzplatz fanden“, erläutert Ulrike Müller von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des Klinikums. Damit dies nicht wieder passiert, sei man auf den größeren Veranstaltungsort ausgewichen.
In sechs verschiedenen Vorträgen wird das Thema Herzrhythmusstörungen, die fast jeder Mansch mal im Laufe seines Lebens kennenlernt, behandelt. Dazu wird ein begehbares 4,10 Meter langes und zwei Meter hohes Herzmodell im Foyer des Forums zur gemeinsamen Begehung mit den Herz-Experten zur Verfügung stehen. „Man kann sich ja oft gar nicht so richtig vorstellen, wie es im Inneren eines solchen Organs aussieht“, so die Expertin. Darüber hinaus wird es möglich sein mit jedem der Ärzte vor Ort persönlich sprechen zu können. „Wenn sie nicht gerade in ihren Vorträgen stecken.“
Diese werden wichtige Faktoren rund um das Leitthema, etwa ab wann Herzrhythmusstörungen gefährlich, bis wann sie noch harmlos sind (10.15 Uhr, Vortragender: PD Dr. Klaus-Dieter Emmerich M.Sc. Chefarzt, Klinikum Niederberg), klären. Über die Ursachen von Herzrhythmusstörungen werden die Kardiologen Dr. Karl Schmitz und Dr. Andreas Kleemann aus Ratingen referieren (10.45 Uhr). Mit welchen Medikamenten das aus dem Takt geratene Herz wieder in den Griff zu kriegen ist, erläutert Oberarzt Dr. Albrecht Müller (Klinikum Niederberg) ab 11.30 Uhr.
Um 12 Uhr ist dann das Vorhofflimmern, laut einer Studie der deutschen Herzstiftung die häufigste Rhythmusstörung, an der etwa eine Millionen Menschen in Deutschland erkranken, das Thema. Auch dazu wird Dr. Emmerich wichtige Erkenntnisse, z. B. was hier mit dem Einsatz von Medikamenten erreicht werden kann, vermitteln. Das Vorhofflimmern steht auch bei den Vorträgen von Oberarzt Dr. Olaf Jandt (Klinikum Niederberg) um 12.45 Uhr und von Prof. Dr. Roger Marx, Chefarzt der Klinik für Kardiologie Rhein-Ruhr, um 13.15 Uhr im Mittelpunkt. Hier wir geklärt, was eine Katheterbehandlung bewirken kann und wie durch die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten einem Schlaganfall, einer der gravierendsten Folgen des Vorhofflimmerns, vorgebeugt werden kann.
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