WAZ sucht Zeitzeugen des RAF-Terrors

Eine Prozessdauer von 192 Tagen, 354 Seiten Anklageschrift und etwa 50 000 Seiten Prozessakten: Der Stammheim-Prozess gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan-Carl Raspe war einer der aufwändigsten und längsten in der deutschen Justizgeschichte. Für das Verfahren, das am 21. Mai 1975 – also vor bald genau 40 Jahren – begann, wurde für gut zwölf Millionen Mark eine neue fensterlose Mehrzweckhalle errichtet, die als Gerichtssaal diente.

Angeklagt waren die Anführer der so genannten ersten Generation der RAF, der Roten Armee Fraktion. Ihnen wurde Mord in vier Fällen und versuchter Mord in 54 Fällen vorgeworfen. Seit 1970 hatte die Gruppe eine Spur des Terrors durch Deutschland gezogen; der Staat reagierte mit verschärften Gesetzen, staatliche Organe agierten zunehmend nervös: Vier Menschen, die völlig unbeteiligt waren, wurden bei Festnahmeversuchen versehentlich von Polizisten erschossen.

Die WAZ Velbert sucht nun Velberter, die diese Zeit miterlebt haben. Wie hat sich das Leben durch das Wirken der RAF verändert? Hatten Sie Angst? Gab es verschärfte Polizeikontrollen? Oder konnten Sie das Handeln der RAF nachvollziehen? Kontakt zur WAZ gibt es unter 02051 / 495 -38 (Sascha Döring), s.doering@waz.de, redaktion.velbert@waz.de oder direkt in der Redaktion: Friedrichstraße 131.