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Wasser laufen lassen geht ins Geld

30.05.2012 | 17:11 Uhr
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Wasser laufen lassen geht ins Geld
Wer seinen Garten mit Hilfe einer Regentonne wässert, spart Trinkwasser und Abwassergebühren mit einem zusätzlichen Zähler. Foto: Martin Möller

Velbert.   Stadtwerke werben in Kampagnen für niedrigen Wasserverbrauch. Obwohl dieser gesunken ist, muss niemand extra den Hahn für saubere Abwasserrohre öffnen.

Seit 1891 bezieht Velbert sein Trink-Wasser aus dem Wasserwerk in Essen-Kettwig. Von dort aus werden jährlich rund vier Millionen Kubikmeter an die verschiedenen Verbraucher wie Industrie, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen und nicht zuletzt an die Haushalte abgegeben.

Für einen besonders sparsamen Wasserverbrauch wirbt regelmäßig eine Kampagne der Stadtwerke mit dem Hinweis. „Laufen lassen läuft ins Geld.“ Dass man kein Wasser verschwendet, ist dank solcher Öffentlichkeitsarbeit mittlerweile gut in den Köpfen der Menschen verankert, so dass der Verbrauch des kühlen Nass seit Jahren rückläufig ist. „Vor gut zwanzig Jahren hatten wir in Deutschland pro Jahr noch einen jährlichen Verbrauch von 140 Litern pro Kopf, mittlerweile sind wir bei 128 Litern“, weiß auch Kai Birkner. Der Vertriebsleiter der Stadtwerke setzt auch auf die die Anzeigen ergänzende Servicenummer, um den Verbrauchern wichtige Wasserspartipps mit auf den Weg geben zu können. „Schließlich kostet jeder Kubikmeter Geld und das sogar doppelt, einmal als Frischwasser, einmal als Abwasser“, erläutert der Fachmann. Für den Haushalt rät er zum Einsatz wassersparender Geräte wie speziellen Duschköpfen oder im Wasserverbrauch niedrigen Waschmaschinen. „Dabei sollt man auch darauf achten, möglichst wenig heißes Wasser zu verwenden, weil da auch noch der Energieteil den Wassernutzen verteuert.“

Unter der Dusche zwischendurch das Wasser abdrehen

Beim Einseifen unter der Dusche und auch beim Zähneputzen empfiehlt der Experte zwischendurch das Wasser abzudrehen. „Auch sollte die Dusche mit einem Einhebelmischer ausgestattet werden. Sonst läuft durch das Vermengen von heißem und kalten Wasser bis die Temperatur angenehm ist, zu viel Wasser ungenutzt in den Abfluss.“ Und noch einen wertvollen Tipp hat er für Gartenbesitzer: „Beim Stadtsteueramt können Gärtner einen zusätzlichen Wasserzähler speziell für das Gießwasser beantragen, dafür entfällt dann die Abwassergebühr.“

Und obwohl der Wasserverbrauch sinkt, und damit die gleiche Menge Schmutz von weniger Wasser durch die Abwasserrohre getragen wird, empfiehlt Bernhard Wieneck von den Technischen Betrieben den Verbrauchern nicht einfach mehr Wasser zu verschwenden: „Wir spülen unsere Rohre mit aufbereitetem Kanalwasser regelmäßig durch.“

Birgit Hölker-Schütller

Kommentare
30.05.2012
18:45
Wasser laufen lassen geht ins Geld
von ruhrpottbastard | #1

Vor gut zwanzig Jahren hatten wir in Deutschland pro Jahr noch einen jährlichen Verbrauch von 140 Litern pro Kopf, mittlerweile sind wir bei 128 Litern“, weiß auch Kai Birkner.

Das nenne ich sparsam - 128 Liter im ganzen Jahr....wohl eher am Tag pro Person.

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