Was Velberter Cineasten über den „Weißen Hai“ denken

Seinen Namen verdankt dieses Tier seinem weißlichen Bauch, der sich stark von der blau bis grau-braunen Rückenfarbe unterscheidet.
Seinen Namen verdankt dieses Tier seinem weißlichen Bauch, der sich stark von der blau bis grau-braunen Rückenfarbe unterscheidet.
Foto: archiv
Was wir bereits wissen
Vor 40 Jahren kam „Der weiße Hai“ ins Kino. Inzwischen ist der Film ein Klassiker. Velberter Cineasten bevorzugen aber andere Filmhits.

Hollywood/Velbert..  Vor vierzig Jahren stürmte der „weiße Hai“ die Leinwand. Der Film gilt als einer der Filmklassiker. Die WAZ wollte wissen, wie Velberts Cineasten über den Film denken und welcher ihr Lieblingsklassiker ist.

Bei Dr. Ulrich Morgenroth, Leiter des Schloss- und Beschlägemuseums und Autor, ist das Thema Film hochaktuell, denn gerade findet im Museum die Ausstellung „Meisterdiebe“ statt, da hat sich der Experte auch einige Filmklassiker zur Vorbereitung angesehen: „An den ,Weißen Hai’ kann ich mich noch gut erinnern. Allerdings ist der Film mir zu blutig. Spontan denke ich da an das Filmplakat mit den drei Reihen Zähnen. Das ist einfach nicht so meins.“ Morgenroth ist da eher mit subtileren Geschichten zu begeistern. „Topkapi ist einer meiner Lieblingsklassiker und das sage ich jetzt nicht nur aus Werbung. Ustinov ist ein phänomenaler Schauspieler und die Geschichte ist einfach sensationell.“

Auch die Herangehensweise begeistert ihn: „Mitte der Sechziger Jahre wurde das alles ja analog gedreht und auch die Diebe mussten ohne Walkie-Talkies oder Technik auskommen und sich mit Klopfzeichen verständigen.“ Dennoch, gesteht er, „schaue ich generell lieber neuere Filme. Bei dem einen oder anderen alten Streifen fällt das Schauen schon wirklich schwer. Die Sehgewohnheiten haben sich einfach geändert.“

Der Meinung ist auch Anja Bley, stellvertretende Leiterin der Stadtbibliothek. „Viele Klassiker leben nur noch durch unseren Retro-Blick.“ Dabei denke sie an Dirty Dancing oder E.T. „Wenn man sich das heute anschaut, funktioniert es nicht, wenn man nicht die Erinnerung an die damalige Zeit hat.“ Doch auch sie ist kein Fan vom weißen Hai: „Mich ärgern solche Filme, weil sie den Hai als angriffslustiges Tier darstellen und so unnötig Ängste geschürt werden.“ Wenn sie an gute Klassiker denke, falle ihr sofort Hitchcock ein. „Das ist für mich die Adresse, was Klassiker angeht. Aber auch Cary Grant, Romy Schneider oder Audrey Hepburn gehen immer.“ Hitchcock sei für sie deshalb eine zeitlose Koryphäe, weil der „eine Reihe guter Schauspieler um sich versammelt hat, etwas von fantastischer Kameraführung verstand und noch tolle Geschichten erzählte.“

Doch die Mischung macht es für die Bibliothekarin: „Ich kann Altes neu entdecken, sehe aber auch gern neue Filme.“ Sie ist überzeugt, dass auch in den aktuellen Filmen Klassiker der Zukunft schlummern. „Beispielsweise Ziemlich beste Freunde, den kann man bestimmt auch in zwanzig Jahren noch sehen.“