Was macht der Pinguin beim Platzkonzert?
25.01.2013 | 21:30 Uhr 2013-01-25T21:30:00+0100
Langenberg. Mit einer „Preview“ für geladene Gäste öffnete am Freitagabend „AlldieKunst in LA“ im Wiemhof inoffiziell seine Tore. Die offizielle Eröffnung folgt am Sonntag – mit einer Ausstellung, die den Besuch mehr als lohnt.
„Klar“, hatte Norbert Bauer noch am Nachmittag versichert. „Wir haben 100 Stühle gestellt – das reicht.“ Tat es nicht. Und so mussten über 20 Besucher stehend dem Ereignis beiwohnen, dem Langenberg nun schon seit Monaten entgegengefiebert hatte: der (inoffiziellen) Eröffnung der ersten Ausstellung im „AlldieKunst-Haus“ im Wiemhof.
Eine Eröffnung, mit der man auch bei der Stadt große Hoffnungen verbindet. Denn: „Mit dem heutigen Tag ist unsere Stadt ein Stück reicher geworden“, erklärte Bürgermeister Stefan Freitag, als er die Gäste, durchweg geladene Helfer, und Förderer des Projektes im ehemaligen Aldi-Ladenlokal am Wiemhof begrüßte. Und nachdem er allen Helfern und Sponsoren für deren „bürgerschaftliches Engagement“ gedankt hatte, das dieses Projekt in nur vier Monaten auch ohne städtische Zuschüsse realisiert habe, gestand Velberts erster Bürger augenzwinkernd: „Ich habe noch nie einen Aldi eröffnet, habe mir auch nie recht vorstellen können, so etwas zu tun – aber diesen Alldie eröffne ich heute ausgesprochen gerne.“
Am Kunstprozess teilhaben
„Kunst ist nicht, was Welt ist – Kunst ist, was Welt wird“, begrüßte nach den einführenden Worten des Bürgermeisters Kunsthaus-Vorsitzender Karl-Wilhelm Wilkesmann die Gäste. Gerade mal ein Jahr sei es her, dass man sich im kleinen Kreis zusammengesetzt habe, um zu überlegen, wie es in Langenberg weitergehen solle. Was man dabei beschlossen habe und nun mit AlldieKunst verwirklichen möchte – auch das sagte Wilkesmann sehr deutlich: „Wir wollten einen Kunstprozess in Gang bringen, an dem die Menschen teilhaben können – nicht nur Kunstkonsum, den man an jeder Ecke findet.“ Norbert Bauer sei dabei wirklich der Inspirator gewesen, so Wilkesmann, der schwärmte: „Ich hoffe wirklich, dass wir, dass Langenberg von Deiner Energie partizipiert.“
Wogegen er, das machte der künstlerische Leiter deutlich, als er anschließend selbst ans Rednerpult trat, um Perspektiven für AlldieKunst aufzuzeigen, gar nichts habe. Allerdings: „Wir brauchen hier noch jede Menge Leute, die mitmachen und helfen.“ Wobei Unterstützung auf künstlerischer Ebene schon winke: „Alle Tuchfühlungs-Künstler, denen ich von dem Projekt erzählte, haben mir signalisiert: ‘Norbert, wenn Du was in Langenberg machst – wir sind dabei.“
Mit einem Vortrag von Udo Vogt, der als Kurator in einfühlsamen Worten ins Werk von Michael Oliver Flüß einführte, endete dann der offizielle Teil dieser „Preview“. Musikalisch begleitet von Anke Flüß (Gesang) und Stefan Weituschat (Gitarre/Gesang) durften die Besucher anschließend noch den ganzen Abend lang tun, was vielen von ihnen ganz augenscheinlich ohnehin das allergrößte Vergnügen bereitete: in eine traumhaft-surreale Bilderwelt abzutauchen, in der einem immer wieder Pinguine begegnen.
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