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Was für ein (Dschungel-)Theater

07.03.2016 | 19:00 Uhr
Was für ein (Dschungel-)Theater
Am Samstag, den 5. März 2016 zeigt das Kuhstall-Theater Das Dschungelbuch in der Aula des Gymnasium Langenberg. Foto Alexandra Roth / Funke Foto ServicesFoto: Alexandra Roth

Langenberg.   Zum Jubiläumsjahr bringt die Kuhstall-Crew das Erfolgsstück um Menschkind Mogli auf die Bühne des Langenberger Gymnasiums.

Der Bär ist los – im Gymnasium Langenberg, wo das „Kuhstall-Theater“ zum 25. Jubiläumsjahr derzeit sein Erfolgsstück „Das Dschungelbuch“ aufführt. Der Bär ist nun auch der wichtigste Helfer für das Menschenkind Mogli, das im Urwald aufwächst unter nicht wenigen Gefahren. Und wahrscheinlich wünscht sich manches Kind einen solchen Erzieher und Beschützer, von dem man tolle Sachen lernt – und alles „mit Gemütlichkeit“. So galten denn auch alle Sympathien der kleinen Zuschauer diesem Gemütsmenschen – äh pardon -tier. Und als er sich im Lauf des Stücks einmal bedauerte, dass er „so dumm“ sei, schrien alle Kinder: „Nein, gar nicht“. Das konnte man nicht zulassen.

Paradestück der Truppe

Im Ensemble des „Kuhstalltheaters“ spielen nur Erwachsene – für Kinder von ein bis 90 Jahren, zehn von ihnen sind schon seit der Gründung vor 25 Jahren dabei, viele sind dazu gekommen, und nun zählt die ganze Crew 35 Mitwirkende. Alles wird aus eigener Kraft gemacht: Bühnenbild, Kostüme, Beleuchtung, Maske und vieles mehr unter der Regie von José Almansa.

Das Dschungelbuch ist das Paradestück, und man konnte nur staunen, mit welcher Fantasie und welchem Aufwand beispielsweise die Kostüme hergestellt sind. Und mit welcher Spielfreude und welchem Engagement agiert wird. Jobst Wünnenberg als Balu, er hat nicht nur das Herz auf dem rechten Fleck, auch den richtigen Typ getroffen. Ein weiblicher Shir Khan: Petra Hillemacher, gefährlich böse zum Erschauern, Vera Neef als Kaa so naiv wie listig wie eben die Schlange, die gerade aus dem Paradies vertrieben wurde, brillant Lindi Meisen als Affenkönig auf Zack; immer besorgt und achtsam herumschleichend Norbert Fließ als Baghira. Wölfe, Affenbande, Elefantenfamilie (gewichtig Oberst Jochen Neef) – alle beeindruckend, wenn es mal ernst zuging wie auch im Spaßhaften, und nicht zuletzt die skurrilen und schauspielerisch glänzenden Geier Julia Weisse und Conni Roß. Ja, und dann kommt der Abschied. Mogli wird erwachsen, vorbei die Wildheit und Ungebundenheit im Dschungel. Aber Mogli erwartet schon das nächste Abenteuer: Das Dschungelmädchen. Ein fröhlicher Abend: wild und ungebunden, wie man sich eben so das Leben im Dschungel vorstellt. Und manch einer ging nach Hause summend oder auch laut singend: „Probiers mal mit Gemütlichkeit“. Probiers mal mit Theater: Dem Kuhstalltheater ist Verstärkung willkommen.

Weitere Aufführungen des Stücks gibt es am 12. März um 14.30 Uhr und am 13. März um 15.30 Uhr..

Ernst Holzbach

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2016-03-07 19:00
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