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Fundbüro

Vorübergehend verloren

24.08.2010 | 18:37 Uhr
Vorübergehend verloren
Das Fundbüro im Rathaus in Velbert am Dienstag 24.08.2010 Fund Fundsachen Finderlohn Bild : Detlev Kreimeier WAZ FotoPool

Regenschirme, Schals, Brieftaschen, Schlüssel - ein kleiner Teil dessen, was viele Menschen verbummeln. Meist bemerkt man den Verlust erst, wenn man im Restaurant die Rechnung nicht bezahlen kann oder vor verschlossen Türen steht.

Etliche Bürger ärgern sich über den Verlust, starten jedoch keine Suche.

„Bei uns im Fundbüro werden die unterschiedlichsten Gegenstände abgegeben, teilweise aber nicht abgeholt“, weiß Astrid Weber, Fachabteilungsleiterin für Bürgerdienste der Stadt Velbert. „In unseren Schränken lagern Schlüssel, Schmuck und Regenschirme, manchmal auch Gebisse. Im Keller stehen überwiegend Fahrräder. Das Skurrilste, dass wir derzeit aufbewahren, ist eine Machete. Wir hatten aber auch schon einen Rollstuhl“, staunt die Fachabteilungsleiterin immer noch. „Verderbliches müssen wir natürlich sofort entsorgen“, fügt Astrid Weber hinzu.

Auch der Abteilungsleiter für Bäder der Stadtwerke Velbert, Norbert Noll, weiß, wie wichtig Hygiene bei der Aufbewahrung von Fundsachen ist: „Unterwäsche und Badebekleidung, die recht mitgenommen sind, kommen sofort in den Müll.“ Weiter erklärt Norbert Noll: „Auch, wenn die Bekleidung noch in gutem Zustand ist, können wir diese nicht länger als drei Tage aufheben.“

Doch wie geht das Fundbüro vor, wenn man etwas abgeben oder abholen möchte? Vom Finder werden Daten wie Name, Ort und Zeit des Fundortes notiert. Der Gegenstand wird dann für ein halbes Jahr archiviert“, erklärt die Bürgerberaterin Ellen Tillmann. „Sollte sich der Eigentümer nicht melden, so kann der Finder Anspruch erheben“, fügt Astrid Weber hinzu. Sollte sich weder der Eigentümer noch der Finder für das Objekt interessieren, so wird es mit in die jährliche Versteigerung aufgenommen. „Ein Artikel wird zwei- bis dreimal in der Versteigerung angeboten und nach Nicht-Kauf vernichtet“, sagt Ellen Tillmann. Befindet man sich in der Rolle des Suchenden, so reicht eine kurze Beschreibung des vermissten Objektes.

Auch ein sehr beliebter Ort für Verluste ist das Taxi. „Von Schirmen, Handys, Jacken über Brillen und Brieftaschen bis hin zu Einkaufstüten lag bei uns schon alles in den Autos“, so der Vorstandsvorsitzende der Taxizentrale Velbert, Savas Punar. „Bei uns werden alle Sachen so lange gelagert, bis sie abgeholt werden. Die meisten Gegenstände werden aber auch schnell vermisst“, erzählt Savas Punar. Schmunzelnd fügt er noch hinzu: „Es ist für uns nur nicht so schön, wenn die Einkäufe bereits nach kurzer Zeit schon anfangen aufzutauen.“

Susanne Kollmann

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