Vortrag zeigt: Mit Feuer spielt man nicht

Langenberg..  „Dieses Schaubild zeigt Warnsymbole, die auf Kerzen aufgebracht sind. Die meisten davon werde ich heute Abend ignorieren“, bereits zum vierten Mal hielt der pensionierte Chemiker Dr. Gerhard Heywang seinen Experimentalvortrag im Pädagogischen Zentrum (PZ) des Gymnasiums Langenberg.

Vielleicht sprach das Thema Adventskranz so kurz nach Weihnachten nicht mehr so viele Eltern an, denn zum ersten Mal waren weniger Besucher gekommen als in den Jahren zuvor. Doch die, die den Weg geschafft hatten, konnten wieder reichlich Wissen mit nach Hause nehmen.

Wichtig vor allem: Mit Feuer spielt man nicht. Ob Stichflamme, Verpuffung oder der Kontakt von Wasser mit heißem Paraffin, Vorsicht heißt das oberste Gebot. Nicht selten wanderten daher die Blicke zu den Decken im PZ, wo sich gleich über den Versuchsaufbauten die Feuermelder befinden. Doch diese blieben zum Glück still. Was vielleicht daran liegen könnte, dass Heywang über acht Jahre lang Chemie studiert hat, wie er selbst bei dem einen oder anderen Versuch anmerkte.

In gewohnt witziger Weise erläuterte der Chemiker, was genau bei der Kerze brennt, wie heiß sie wird und wie man bestimmte Brände auf keinen Fall löschen dürfe. Andrea Hoddick zeigte sich sehr angetan: „Früher hat es hier so etwas nicht gegeben. Ich finde es toll, dass jemand dafür hier her kommt.“ Wahrscheinlich wird der 67-jährgie Heywang auch im nächsten Jahr wieder kommen. Themen hat er reichlich. Insgesamt gibt es zwölf Themenkomplexe, die er vorbereitet hat. Zwei weitere sind in Arbeit: „Die Zunge – ein Tausendsassa“ und „Das Salz in der Suppe“.

Publikumswunsch nach mehr

Chemielehrerin Martina Mutzberg hatte sich für die begleitenden Eltern gewünscht, dass sie ihre eventuell negativen Erfahrungen aus dem eigenen Chemieunterricht vielleicht mit dem heiteren Vortrag vergessen würden. Den Eindruck machte der Vortrag jedenfalls und es gab auch gleich, augenzwinkernd von einem der älteren Besucher, den Wunsch nach einem weiteren Vortrag: „Lasst uns nächstes Jahr doch mal Sprengstoff machen.“