Vorhang auf für die siebte Neanderland-Biennale

Auf das Publikum warten dieses Mal zwölf Inszenierungen an den verschiedensten Orten im ganzen Kreisgebiet. Das Foto zeigt eine Szene von der Parade anlässlich der Eröffnung der letzten Biennale in 2013.
Auf das Publikum warten dieses Mal zwölf Inszenierungen an den verschiedensten Orten im ganzen Kreisgebiet. Das Foto zeigt eine Szene von der Parade anlässlich der Eröffnung der letzten Biennale in 2013.
Foto: Kreis Mettmann
Was wir bereits wissen
Das große Theaterfestival im Kreis Mettmann wird bei seiner Neuauflage in 2015 noch internationaler. Neben Polen kommt Frankreich als neues Gastland hinzu. Zwölf Inszenierungen an den verschiedensten Orten im Neanderland stehen dieses Mal auf dem Spielplan. Ein Ausblick.

Kreis Mettmann..  Und schon wieder sind zwei Jahre rum, beginnt jetzt so langsam der Countdown für das nächste kreisweite Theaterfestival. „Vorhang auf“ heißt es dann von Ende Mai bis weit in den Juni hinein für die nunmehr siebte „Neanderland-Biennale“ in Serie. Sie kommt nach dem Auftakt in 2003 bereits zum vierten Mal als eine reine Theater-Biennale daher.

Zusammen mit seinen zehn Städten lädt der Kreis Mettmann Theaterfreunde – und natürlich solche, die es alsbald werden möchten – zu zwölf Inszenierungen an den verschiedensten Orten ein.

Das Festival etabliert sich zunehmend. Der Publikumszuspruch ist über die Jahre gewachsen. „Die Biennale gewinnt immer mehr an Aufmerksamkeit, sowohl im Kreis als auch über dessen Grenzen hinaus“ berichtet Meike Utke. Diese Wertung der Projektleiterin von der Kulturabteilung des Kreises wird einerseits durch reine Zahlen belegt. Andererseits aber auch durch die Auswertung einer Publikumsbefragung. Diese zeigt Utke zufolge, dass viele Besucher ganz gezielt auch eine längere Anreise in Kauf nehmen. „Auch über NRW hinaus“, sagt sie, zählt als Beispiele Konstanz, München, ja sogar Zürich, auf.

Nachdem die letzte Biennale schon als deutsch-polnisches Festival konzipiert war, sind in 2015 auch Theater aus Frankreich mit von der Partie. Die Wahl der beiden Partnerländer für die Biennale 2015 erfolgte nicht nur wegen ihrer historisch großen Affinität zueinander, sondern wohl mehr noch aufgrund der herausragenden Theaterszene beider Länder.

Aus Polen reist erneut das Theater „KTO“ aus Kraków/Krakau an; aus Frankreich nimmt u. a. das Theater „Les Anthropologues“ aus Montreuil teil. Zur Eröffnung gibt es ein deutsch-polnisch-französisches Stadtpicknick mit Theatereinlagen und Musik aus allen drei Ländern; zum Finale spielt schließlich das Ensemble „Les Anthropologues“ die Straßentheater-Inszenierung „Alice dans les rues“.

Die Scheu vor der Kultur nehmen

Was ist das Lohnende an einem Festival-Besuch? „Wir haben ein spannendes Programm mit eindrucksvollen Bühnenbildern, und es gibt sehr viel Schönes und Überraschendes“, kündigt Meike Utke an. Sie erlebt immer wieder, das auch viele „nicht klassische Theatergänger“ kommen: „Gerade das Straßentheater lockt ja zum Schnuppern.“ „Die Chancen einer Biennale sind vor allem“, sagt ihre neue künstlerische Leiterin, Katja Lillih Leinenweber, „dass man raus zu den Menschen kommt und ihnen so auch die Scheu vor dem Thema ,Kultur’ nehmen kann.“