Vorbereitungen in Velbert aufs Sternsingen

Bevor die Sternsinger mit ihren Büchsen losziehen, müssen sie eingewiesen werden.
Bevor die Sternsinger mit ihren Büchsen losziehen, müssen sie eingewiesen werden.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Am 11. Januar besuchen Kinder und Jugendliche in Erinnerung an die Heiligen Drei Könige Spendenwillige an ihren Haustüren.

„Segen bringen, Segen sein“ – unter diesem Leitspruch ziehen die Sternsinger der Kirchengemeinden St. Don Bosco, St. Joseph, St. Marien und St. Paulus am Sonntag, 11. Januar, wieder durch Velbert. Als Heilige Drei Könige verkleidet, bringen sie mit dem bekannten Zeichen „20 C+M+B 15“ den Segen „Christus segne dieses Haus“ und erfreuen die Menschen mit ihren Liedern. Pfarrer Ulrich Herz berichtet: „In diesem Jahr soll mit den Spenden, die die Sänger an den Haustüren bekommen, die gesunde Ernährung der Kinder auf den Philippinen und weltweit gefördert werden.“

Doch bevor die Sternsinger losziehen, um Spenden zu sammeln, muss einiges vorbereitet werden. Bereits am 9. Januar treffen sich alle Kinder, die die Aktion unterstützen möchten, um 17 Uhr im Pfarrheim St. Marien an der Mittelstraße 7. Wer Lust hat mitzumachen, kann spontan noch dazu stoßen. Lina (12) ist nun schon seit einigen Jahren als Sternsingerin unterwegs und erzählt: „An dem Nachmittag basteln wir die Kronen, probieren die Kostüme an und lernen Lieder.“ Ursula Smetten, Kantorin von St. Marien, ergänzt: „Außerdem werden die Kinder in das Land und die Aktion eingeführt. Es gibt auch ein paar Kurzfilme darüber.“

Am Sonntag kommt dann der Tag, an dem Gewänder und der „Stern über Bethlehem“ sitzen müssen. „Die Sternsinger nehmen an den normalen Gemeindegottesdiensten teil und werden im Anschluss ausgesandt“, berichtet Pfarrer Herz. Für Lina ist das schon Routine. „Wir sind meistens in Gruppen mit drei bis vier Leuten unterwegs und werden in verschiedene Gebiete geschickt“, berichtet sie.

Besuch nur nach Absprache

Die meisten Kinder seien aus der Grundschule, einige auch aus Kindertagesstätten oder wie Lina aus der sechsten Klasse. Begleitet werden sie von älteren jugendlichen Gruppenleitern. „Meine Cousinen und ich gehen meistens im Langenhorst singen“, erzählt die Zwölfjährige. Da dieser Stadtteil abseits liegt, werden sie mit dem Auto dort hingebracht, ansonsten seien sie nur zu Fuß unterwegs.

„Die Sternsinger tragen Ausweise mit sich und klingeln nur bei denjenigen, die sich vorher angemeldet haben“, informiert Ursula Smetten. „Das muss leider sein, denn es gibt immer wieder Leute, die sich als Heilige Drei Könige ausgeben und Geld für sich einheimsen“, bedauert sie. Meistens schafften die echten Sternsinger im Laufe des Vor- und Nachmittags zehn bis fünfzehn Besuche, die größeren Kinder mehr, die kleiner etwas weniger. Zwischendurch bekommen die fleißigen Sänger ein warmes Mittagessen in der Pfarrei, um neue Kraft zu tanken.