Vor dem Urlaub an die wichtigen Dinge denken

Die nötigen Impfungen sollte man schon lange vor einer Urlaubsreise einplanen und ausführen lassen.
Die nötigen Impfungen sollte man schon lange vor einer Urlaubsreise einplanen und ausführen lassen.
Foto: WNM / sergej lepke
Was wir bereits wissen
Vor der Urlaubsreise müssen einige Dinge stimmen: Wichtige Informationen zu den Themen Personalausweis, Impfungen und Haustiere.

Velbert..  Endlich Ferien. Schnell die Koffer packen und ab in den Urlaub. Aber leider ist der Personalausweis abgelaufen und überhaupt, wie sieht es eigentlich mit den Schutzimpfungen aus und wohin soll der Familienhund, wenn die Reise beginnt?

Astrid Weber, Leiterin der Abteilung Bürgeramt weiß: „ein Personalausweis sollte mindestens noch ein halbes Jahr gültig sein, das sehen die Einreisebestimmungen anderer Länder vor.“ Wer allerdings einen gültigen Reisepass hat, kann bedenkenlos einfach mit diesem den Urlaub antreten. „Es reicht, wenn eines der Dokumente gültig ist.“ Für den Notfall kann die Stadt aber einen vorläufigen Ausweis ausstellen. „Diesen gibt es aber nur mit der gleichzeitigen Beantragung eines Personalausweises. Dieser kostet 28,80 Euro. Der vorläufige Ausweis wird dann direkt vor Ort ausgehändigt und kostet 10 Euro zusätzlich.“ Eine andere Möglichkeit ist die Beantragung von einem Expressausweis. „Das ist ein vollwertiger Pass, der innerhalb von drei Werktagen ausgestellt wird, wenn man ihn bis 11 Uhr morgens beantragt. Sobald das Dokument da ist, rufen wir dann auch an.“ Mit 91 Euro ist dieser allerdings wesentlich teurer und auch eher für Geschäftsleute gedacht. Wer im Urlaub seine Dokumente verliert, sollte unverzüglich die auswärtige Polizei informieren und die deutsche Botschaft aufsuchen. „Die nimmt dann Kontakt mit uns auf und stellt Ersatzpapiere aus.“

Auch bei den Impfungen empfiehlt es sich, rechtzeitig den Schutz zu überprüfen. Das gilt nicht nur für Fernreisen. Denn „es gibt auch in Deutschland Risikogebiete, bei deren Besuch zusätzliche Impfungen, beispielsweise gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ratsam sind“, sagt Birgit Grothus, Ärztin beim Gesundheitsamt. Impfempfehlungen spricht die Stiko (ständige Impfkommission aus) unter www.Rki.de . „Wer sich unsicher ist, kann Kinderarzt oder Hausarzt aufsuchen und sich beraten lassen.“ Hier wird schnell herausgefunden, welche Impfungen notwendig sind und welche aufgefrischt werden müssen.

Für eine Impfung gegen Gelbfieber, die für Fernreisen benötigt wird, gilt anderes. „Es gibt dafür spezielle Ärzte, die Fortbildungen in Reisemedizin machen. Beim Zentrum für Reisemedizin unter www.crm.de findet man den richtigen Ansprechpartner.“

Flugreisen sind stressig für Tiere

Auf die letzte Minute sollte auch nicht die Betreuung für die familiären Vierbeiner gesucht werden. Nadja ten Haaf, Leiterin des Tierheims Velbert gibt zu bedenken, dass „man immer abwägen sollte, wie viel Stress eine Reise für ein Tier bedeutet.“ Wer mit Hund verreist, „sollte bei einer Autofahrt auf jeden Fall immer wieder Pausen einkalkulieren, damit sich der Hund auch mal bewegen kann.“ Alte Hunde sollten in Rücksichtnahme auf ihren Kreislauf nicht in heiße Urlaubsgebiete mitgenommen werden. Flugreisen bedeuten generell Stress: „Sie fliegen im Frachtraum mit und bekommen eine Beruhigungsspritze, da sollte man eher darüber nachdenken, ob nicht Verwandte oder Bekannte den Hund besser zu Hause betreuen.“

Auch über die Bedingungen am Urlaubsort sollten sich Tierbesitzer im Vorfeld informieren. „Dänemark hat beispielsweise ein sehr scharfes Hundegesetz.“ Für Katzen sind Reisen generell stressig. „Sie sind am liebsten in ihrer gewohnten Umgebung. Am besten ist es für sie, wenn sie in ihren eigenen vier Wänden bleiben können und sich Nachbarn täglich um sie kümmern, sie versorgen und das Katzenklo reinigen.“ Auch Kleintiere sollten besser nicht mit auf die Reise genommen werden. „Kaninchen bekommen beispielsweise sehr schnell einen Herzinfarkt.“ Wer keine Bekannten und Verwandten hat, die sich um die Tiere kümmern können, kann seinen Liebling in Tierpensionen betreuen lassen.