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Von Jazz bis Country Rock

22.07.2012 | 15:05 Uhr
Von Jazz bis Country Rock
Satt hören mussten sich die Besucher von „Langenberg kulturinarisch“ nicht –

Langenberg.   Abschluss von „Langenberg kulturinarisch“ überzeugt mit lukullischen Genüssen, guter Musik und dem Quäntchen Glück beim Wetter.

Zum Abschluss von „Langenberg Kulturinarisch“ präsentierte sich dann endlich nach drei Wochen auch das Wetter von seiner besten Seite. Stahlende Sonne und die Old Time Serenaders ließen zahlreiche Langenberger zu Fuß oder mit dem Pkw zum „Forsthaus am Sender“ auf den Hordtberg pilgern.

Inhaber Markus Hornbach hatte die Jazz-Dixieland Gruppe schon mehrfach während der Aktion der Langenberger Werbegemeinschaft in dem großen Biergarten auftreten lassen. Die Düsseldorfer Band verstand es auch in diesem Jahr, mit gekonnt swingender Musik und mit von viel Humor gewürzten Ansagen das Publikum hellauf zu begeistern. „Wir mussten heute Morgen noch Tische und Bänke umstellen, damit alle genug Platz bekamen“, verrät Chef Markus Hornbach. Dass die vielen Gäste auch lukullisch versorgt wurden, beinhaltet ja auch die Aktion: „Langenberg Kulturinarisch“. Es war jedenfalls ein krönender Abschluss an drei langen Wochenenden.

Hör- und Essgenuss

In diesem Jahr feierte die Werbegemeinschaft ein kleines Jubiläum: „Langenberg Kulturinarisch“, eine Kombination von Hör- und Essgenuss, wurde in diesem Jahr zum 20. Mal veranstaltet. Im „Galerie Café“ an der Heller Straße fand dann der erste Auftritt freitags in diesem Jahr statt. Die „Dead Presidents“ überzeugten die Besucher mit ihrem Harmonica Blues. „Die Gäste waren hundertprozentig zufrieden“, freut sich dann auch Pächter Robert Goppelt, „vor und nach der Veranstaltung hat es geregnet, aber nicht während der Auftritte.“ Und das war gut so, denn auch die Plätze in der Außengastronomie konnten sich damit den Ohrengenuss nicht entgehen lassen. Für den Samstag engagierte Arndt Schiller von „Alt Langenberg“ die „Cowboys on Dope“. Die Gruppe war bereits zum vierten Mal mit von der Partie. Auch hier war für eine Außenübertragung gesorgt: Ein großer LCD-Bildschirm übertrug den Auftritt – „mit 200 Besuchern waren alle Plätze besetzt“, kommentierte Arndt Schiller sein Gelingen.

Kein Glück mit dem Wetter besaß die einzige Nicht-Langenberger Gaststätte im Wodantal. Bereits am frühen Sonntagmorgen regnete es in Strömen – der Biergarten konnte nicht genutzt werden. Gut, dass das ehemalige Ausflugsrestaurant über einen großen Saal verfügt. Kurzerhand wurde die Bühne für „Clearwater“ dort aufgebaut, und da die Gruppe mit ihrem Country Rock ohne technische Hilfsmittel auftrat, war die Umorganisation für den musikalischen Frühschoppen kein Pro­blem. Deftiges aus der Landhausküche. Inhaber und Chefkoch Axel Wegermann war vollauf zufrieden: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.“

Am darauf folgenden Freitag gastierten die „Bergischen Salonlöwen“ im „Elisabeth-Stift“, dessen Leiterin Mechthild Applaus begeistert über die Präsentationen der Vollblutmusiker war. „Wunderschön“, kommentiert sie kurz und treffend die einfühlsame Caféhausmusik, zu der nicht nur Heimbewohner und deren Angehörige in die Cafeteria kamen. Im Gegensatz zu der Salonorchestermusik gastierte dann am folgenden Abend im „Alten Markt“ das „Blues Bureau“ mit Blues und Boogie. „Die Gruppe ist wieder super angekommen“, jubelt Inhaber Stephan Borschel, der auch Gäste außerhalb der Gaststätte bedienen konnte, da es mal kurzfristig nicht regnete. Für den Leadsänger der Gruppe, Udo „Pommes“ Weinert, war es ein Heimspiel, wuchs er doch in Langenberg auf. Erstmalig und spontan veranstaltete das „Forsthaus am Sender“ ein Kinderfest. Von 11 bis 17 Uhr tobten mit viel Spaß und Spiel Kinder während „Langenberg Kulturinarisch“, und die Resonanz war überraschend gut.

Der Hordtberg war dann auch am vergangenen Wochenende Ziel vieler musikalisch und kulinarisch interessierter Gäste aus Langenberg und Umgebung.

Pillekuchen und Reggae

Mit den „New Horizons“ präsentierte Marion Weidich von der Gaststätte „Am Bismarckturm“ eine Zweimannband, die Beatmusik der 60er und 70er Jahre gekonnt präsentierte. „Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt 50 Prozent“, befürchtete Marion Weidich noch am Mittag einen Misserfolg. Aber es blieb trocken bis zum späten Abend, und die tolle Gruppe konnte ihre begeisternde Musik im Freien vor dem Bismarckturm präsentieren. Die Überraschung: Bereits um 17.30 Uhr waren alle Plätze besetzt, und die bergische Spezialität Pillekuchen wurde genossen. Mit Raggeamusik aus Jamaika wartete das „Mediterraneo“ auf. Errol O. Johnson sorgte hier für jamaikanisches Lebensgefühl.

Mit acht Auftritten verschiedenster Musikrichtungen und einem Kinderfest konnten die Werbevereinigung und die Langenberger Gastronomen unter der Regie und Organisation von Marion Weidich wieder dicke Pluspunkte bei der Bevölkerung buchen. Alle Gastronomen waren sich einig, dass sie im kommenden Jahr wieder mitmachen wollen. „Es hat riesig Spaß gemacht“, resümiert auch der neue erste Vorsitzende Markus Balser, und die Ehrenvorsitzende Gerda Klingenfuß brachte es auf den Punkt, als die Frage des Weitermachens aufkam: „Dreimal Ja! Für das nächste Jahr haben wir auch einen neuen Interessenten, der bei dieser tollen Sache mitmacht.“

Hans F. Wüst



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