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Vom Virus Fotografie befallen

23.10.2012 | 21:00 Uhr
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Vom Virus Fotografie befallen
Der Foto-Künstler SG Koezle mit seiner Kamera.Foto: Uwe Möller

Velbert.   Der Foto-Künstler SG Koezle hat es bis in den nordrhein-westfälischen „Künstler-Olymp“ – die große Kunstausstellung Düsseldorf NRW – geschafft

SG Koezle, der Velberter Fotokünstler, drängt sich nicht in den Vordergrund. Das tun seine Kunstwerke für ihn. Sein Durchbruch gelang ihm schon sehr früh, als er gerade 25 Jahre alt war und eine Ausbildung zum Werbefotografen im renommierten Düsseldorfer Studio Müller-Wendt beendet hatte. Er reichte zur „Ersten Triennale für Fotografie“, die 1975 im schweizerischen Freiburg stattfand, vier Fotografien ein, so genannte Streetfotos, die Geschehnisse auf der Straße festhalten. Und damit hatte er Erfolg. Sie wurden für das dortige Museum für Kunst und Geschichte angekauft.

Seine Jazzfotos swingen

„Mit sieben Jahren hat mich der Virus Fotografie befallen“, erzählt Koezle, „und er wird mich nicht mehr verlassen.“ Ein Leben ohne die Kamera ist für ihn undenkbar geworden. Künstlerisch fotografierend mit Linien und Formen umzugehen, ist für ihn Lebensinhalt. Landschaften in perfekten Kompositionen zu sehen und sie festzuhalten, ist für ihn wie das ästhetische Fußballspiel von Mesut Özil.

Jazz-Musiker in den verrauchten Kneipen reißen ihn zu Bildserien hin. Die Bilder swingen förmlich mit.

Koezles Lebensstationen waren zehn Jahre Kindheit in Elbingerode im Harz, danach elf Jahre Kleve, wo er zur Schule ging und zunächst autodidaktisch sich dem Medium Fotografie näherte. Von 1973 bis 1987 sammelte er in Schottland und Frankreich, Italien und Spanien und in den USA Eindrücke, Bilder und Erfahrungen.

Nach seiner Ausbildung in Düsseldorf, wurde SG Koezle 1977 in der Schlossstadt als Fotodesigner sesshaft mit dem Arbeitsschwerpunkt technische Fotografie. „Alles, was nicht weglaufen kann, habe ich abgelichtet. Was wir heute mit Retusche machen, haben wir damals – vor 20, 30 Jahren ,in echt’ hergestellt. Ein Foto war oft Tagesarbeit.“

Bis zu zehn Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im Jahr sind Ausdruck unermüdlichen Schaffens. Ab 2000 war Koezle fast jährlich mit Werken an der „Großen Kunstausstellung Düsseldorf NRW“ beteiligt.

Von 1996 an begann die Zeit der gemeinsamen Werke Oster+Koezle in der Celluloidfabrik Meerbusch. Heute ist er, auch über die deutschen Grenzen hinweg, ein anerkannter Künstler in seinen erfolgreichen Tätigkeitsfeldern von Jazzfotografie über fotografische Abstraktionen bis hin zu natürlicher Landschaftsfotografie.

Hans H. Lind

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