Vom Panoramaradweg rein in die drei Velberter Ortskerne

TBV-Vorstand Ralph Güther – hier mal in Führungsposition – hatte zu der Tour nach Dienstende eingeladen und dafür erfolgreich blauen Himmel und Sonne vorbestellt.
TBV-Vorstand Ralph Güther – hier mal in Führungsposition – hatte zu der Tour nach Dienstende eingeladen und dafür erfolgreich blauen Himmel und Sonne vorbestellt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Radschleifen sind bislang nur wenig bekannt. Alte Wappen weisen den Weg. Vielfach geht’s über ganz normale und nicht gerade ruhige Straßen. Erfahrungen einer Kennenlern-Rundtour nach Langenberg.

Velbert.. Vom Treffpunkt beim Skaterpark an der Talstraße geht’s zunächst mal flott über den Panoramaradweg. Aber nur kurz, bis auf Höhe von Huf bzw. Obi. Denn dort ist die Anschlussstelle – genauer gesagt: der Schleifenpunkt Nummer 61 –, wo die Rundtour nach Langenberg ansetzt. Für Daniela Löhr „die schönste, mit 18,5 Kilometern aber auch die längste“ der drei Radschleifen.

Sie führen vom Panoramaradweg in die Velberter Ortskerne und sind jeweils mit dem alten Stadtwappen gekennzeichnet. Bzw. werden es noch, denn die Beschilderung für den Abstecher nach Neviges – 10 Kilometer, Schleifenpunkte 46 und 58 – steht noch aus. Das kleinste Schleifchen ist mit 3 Kilometern (Punkte 65 und 60) zweifelsohne Velbert-Mitte, wo in der Fußgängerzone zwangsläufig gilt: „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt.“

Wer will, der kann den Streckenverlauf am Schleifenpunkt ganz einfach an der dortigen Stele mittels QR-Codes aufs Smartphone zaubern. Oder zuvor im Internet unter www.panoramaradweg-niederbergbahn (Service, Downloads) suchen und sich ausdrucken. Aber die Gruppe, die TBV-Vorstand Ralph Güther jetzt passgenau zur aktuellen WAZ-Serie „Mein Rad-Revier“ zur Kennenlern-Fahrt eingeladen hatte, hat’s da leicht: Die Vermessungstechnikerin Daniela Löhr, die für die Technischen Betriebe Velbert (TBV) die Beschilderung aller Rundtouren managt, fährt nämlich vorneweg. Und ihre Kollegen, Ratsmitglieder und Bürgermeister Dirk Lukrafka einfach hinterher.

Festzuhalten bleiben nach etwa zweieinhalb Stunden und zwei Päuschen – einmal eisschleckend, das andere Mal mit (alkoholfreiem) Weizen – folgende Erfahrungen. Wer auf eigene Faust losradelt, sollte die Augen gut nach den Schildern aufhalten. Zumal ein paar schon geklaut sind. Wiederholt zwingen Bordsteine bzw. zu hohe Verkehrsinseln zum Bremsen; solche Kanten verzeiht keine Felge. Und Radwege sind in der Tat reichlich rar; ergo führt die Strecke häufig über Straßen. Mitunter mit viel Verkehr und – wie im Fall Bökenbuschstraße – auch rasant bergab. Abgesehen davon, dass das Pflaster der Hauptstraße zwar gut zur Altstadt, aber nicht so sehr zum Hintern passt, wird’s danach jedoch richtig schön: Denn kaum endet die Bebauung, beginnen Genuss und Idylle. Gerade jetzt im Frühjahr beschert das Windrather Tal Ruhe und Naturerlebnis. Auch wenn sich das Fahrer-Feld an den Steigungen in die Länge zieht: Diese Landschaft lohnt und versöhnt mit dem Stadtradeln.