Volkshochschule in Velbert hält die Gebühren stabil

Beate Buchborn – sie leitet den Fachbereich Gesundheit/Computer/Beruf – und VHS-Direktor Rüdiger Henseling, der auch den Fachbereich Gesellschaft verantwortet, stellten das neue Semester-Programm vor.
Beate Buchborn – sie leitet den Fachbereich Gesundheit/Computer/Beruf – und VHS-Direktor Rüdiger Henseling, der auch den Fachbereich Gesellschaft verantwortet, stellten das neue Semester-Programm vor.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das neue Frühjahrssemester 2015 geht jetzt mit rund 600 Angeboten an den Start. Hefte liegen an 120 Verteilstellen aus. Für die Raum-Problematik gibt es nach wie vor keine endgültige Lösung.

Velbert..  Mit rund 600 Veranstaltungen wartet der größte Weiterbildungsanbieter vor Ort, die VHS Velbert/Heiligenhaus, im neuen Frühjahrssemester 2015 auf. Die Kurs-Palette reicht von der Existenzgründung über berufliche Fortbildungen für Fachkräfte bis hin zu Alphabetisierungskursen. Das 80 Seiten starke Programmheft liegt ab der nächsten Woche an 120 Verteilstellen zum Abholen bereit. Online kann man sich das Ganze bequem unter www.vhs-vh.de anschauen und dort rund um die Uhr anmelden.

„Die fixen Kosten steigen. Aber wir versuchen, Gebührenerhöhungen zu vermeiden“, sagt VHS-Direktor Rüdiger Henseling und fügt hinzu: „Bisher mit Erfolg.“

Die Etat-Ansätze zeigen, dass die VHS – aufs Semester bezogen – allein für die fälligen Honorare Ausgaben in Höhe von 292 500 Euro einkalkuliert und 431 500 Euro Einnahmen durch Entgelte. Allerdings kommen noch beträchtliche Kosten z. B. für die Verwaltung und hauptamtlichen Mitarbeiter hinzu, so dass letztlich ein VHS-Betrieb ohne die 280 000 Euro Zuschüsse des Landes und der beiden Städte überhaupt nicht denkbar wäre.

Die VHS-Planer haben dieses Semester, wie berichtet, unter das Motto „Alter ohne Grenzen“ gestellt – und einige Angebote ausgebaut. Ganz neu sind etwa Bewegungs- und Entspannungskurse, die in unterschiedlichen Stadtteilen laufen. Im Zuge der Inklusion gibt es die Offerte „Tagespflege“ in Kooperation mit dem SKFM jetzt auch für Kinder mit Handicaps.

„Die Schulabschlusskurse verzeichnen bereits 18 Neuanmeldungen“, berichtet Fachbereichsleiterin Beate Buchborn. Zudem gingen 22 Teilnehmer weiter, die auf den Hauptschul- oder mittleren Schulabschluss hinarbeiteten.

Als nunmehr 14. Fremdsprache kommt jetzt Kroatisch hinzu. „Zunehmend wichtiger“, so der VHS-Chef, werde auch der Deutsch-Bereich für Migranten. Das Ganze gehe mit intensiven Gesprächen, Kontakten und Beratung einher, berichtet Rüdiger Henseling, so dass die VHS tatsächlich ein Ort der kulturellen Begegnung sei. „Es geht aber nicht nur um Kurse, sondern auch um Exkursionen.“ Bei Besuchen der Verbraucherberatung und anderer Einrichtungen lernten Asylbewerber und Migranten Schritt für Schritt die „Infrastruktur“ von Velbert kennen.

Einrichtung hat treue Kunden

Für die Raum-Probleme der VHS gibt es weiterhin keine endgültige Lösung. Die Einrichtung hat bekanntlich Mitte 2014 mit Aufgabe des Standorts Am Baum ein Drittel ihrer Räume verloren und ist jetzt nur noch an der Linden- und der Nedderstraße. „Der Immobilienservice war sehr fleißig beim Herrichten der neuen Räume“, lobt Henseling, für die Bewegungsräume habe man „Top“-Ersatz in zwei Familienzentren gefunden. Es gebe Probleme, „aber wir sind qualitativ anscheinend so gut, dass die Kunden uns trotz Widrigkeiten die Treue halten.“