Traditionsunternehmen...
Verblüht
12.05.2009 | 18:01 Uhr 2009-05-12T18:01:00+0200
54 Jahre nach Firmengründung meldet das Langenberger Traditionsunternehmen Artfleur Insolvenz an. Über 160 Mitarbeiter sind betroffen. Jetzt wird ein Investor gesucht.
Die Holding-Gesellschaft der Artfleur-Firmengruppe, die Artfleur Hoffmann GmbH, hat beim Amtsgericht Wuppertal die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Zeitgleich wurde beim Amtsgericht Insolvenz für die Firmen Artfleur GmbH, die Hoffmann Quality Tapes GmbH und die Fleurtess Logistic Services GmbH angemeldet. Insgesamt sind von der Insolvenz mehr als 160 Mitarbeiter betroffen.
Das bestätigte der WAZ am Dienstag Dr. Rainer Maus. Der Wuppertaler Anwalt, der in Langenberg und Velbert schon früher Insolvenzverfahren abwickelte, wurde vom Gericht zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Beinahe täglich ist Maus derzeit am Fimensitz der Artfleur Hoffmann GmbH in der Heegerstraße anzutreffen. Dort sind derzeit noch immer über 40 Mitarbeiter damit beschäftigt, für die Hoffmann Quality Tapes GmbH hochwertige Dekorationsbänder herzustellen. „Der Betrieb läuft weiter”, bestätigte Maus, dass auch die 87 Mitarbeiter (62 Vollzeitbeschäftigte) am Standort Wuppertal-Ronsdorf weiterhin mit der Herstellung von Seidenblumen und -pflanzen, florale Arrangements und Accessoires beschäftigt sind. Ebenfalls weiterhin aktiv: Die 35 Mitarbeiter, die sich in Bochum-Wattenscheid bei der Fleurtess Logistic Services GmbH um den Vertrieb der Artfleur-Produkte kümmern.
„Es ist zwar nie ein Grund allein, der in die Insolvenz führt, aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die wirtschaftsliche Schieflage des Unternehmens mit der gegenwärtigen Wirtschaftskrise in ursächlichem Zusammenhang steht”, bestätigte Maus, dass für die Probleme des Langenberger Traditionsunternehmenes keineswegs nur „hausgemachte” Gründe verantwortlich seien. Allerdings sei er zuversichtlich, Investoren für die angeschlagenen Unternehmen zu finden. „Entsprechende Gespräche laufen bereits”, so Dr. Rainer Maus. Zudem werde auch mit den Banken intensiv über weitere Finanzmittel für Artfleur verhandelt.
Für die über 160 Mitarbeiter an den Artfleur-Standorten Langenberg, Wuppertal-Ronsdorf und Bochum Wattenscheid besteht also noch Hoffnung. Bis maximal Ende Juni erhalten sie zudem noch Insolvenz-Ausfallgeld.
09:02
Scheint nicht wirklich gut zu laufen im Produktionsbetrieb an der Heegerstrasse.
Ausstehende Genehmigungen für Umbauten und Betrieb der Unternehmung, Ärger mit den zuständigen Stellen, weniger Mitarbeiterzusagen weiterzumachen als geplant (wen wunderts bei den Angeboten), die Verwaltung kehrt im Auftrag des Insolvenzverwalters den Scherbenhaufen zusammen. Was machen eigentlich die Hauptverursacher? Haben die sich jetzt endgültig verkrochen oder dürfen die an anderer Stelle ihrer Unfähigkeit Ausdruck verleihen?
23:16
Wofür braucht man schon Bänder? (mal ganz unpolitisch und privat nachgefragt)
Gut, wären es Schnürsenkel, okay. Oder Gürtel...
Aber wer braucht Bänder?
13:55
Jetzt kann ja die Familie Hackenberg zeigen, ob Sie mit dem Bereich Band Da Vinci - Artfleur glücklich wird, oder nicht.!!!
Aber es zeigt doch, das Band Herstellung in Deutschland zu teuer geworden ist. Und kaum Absatz noch da ist. !!
Denn auch das Unternehmen CASASA. in Wuppertal Geschäftsführer Frau Pattberg und Herr
Stumpf mussten Insolvenz beantragen.
20:25
Und wie siehts aus bei Chaofleur?Der Betriebsrat noch fest im Sattel?Naja auch eure Zeit wird kommen...
11:09
Zitat dicentra spectabilis:
die seidenblumen-sparte ist bei p:os flower bestens aufgehoben und wird teil einer unternehmensgruppe, die klare zielvorstellungen, kostenorientierung und ein hervorragendes rating hat. das sehr gute käufmännische gerüstet wird dieses unternehmen erfolgreich machen.
Fakt ist: Es wurden bereits jetzt erhebliche Fehler gemacht, die der Unternehmung sicherlich auch in der Zukunft schaden werden.
Offenbar sind das keine Menschenfreunde, die ersten Entlassungen einiger ehemaligen artfleur Mitarbeiter sind bereits durchgeführt.
Naja, passt ins Bild. Professionell geht anders!
Das ist das geltende Insolvenzunrecht: Aus den Augen, aus dem Sinn!
22:28
Zum Kommentar: Ein Urlangenberger.
Schön für den Insolvenzverwalter.
Schön für die Firma GOLDINA.
Schön für die kommende Insolvenz.!!
Vertrag wurde ja heute UNTERZEICHNET
Ja .. dann k ann es ja nur weiter gehen. Viel Glück GOLDINA, auf dem Markt, wo die Preise nach unten gehen. In DEUTSCHLAND:
14:56
Zu #47 von Direktor
Ich weiss nicht, warum sich Leute mit Halbwissen hier immer wieder negativ auslassen müssen.
Der Investor, der Name wurde ja jetzt auch schon genannt, ist ein über Jahrzehnte tätiges Bandunternehmer in einem anderen Marktsegment. Um auch in die Sparte Großhandel bzw. die Segmentierung Langaufmachung einsteigen zu können, bot es sich an, das entsprechende Knowhow mit Menschen, Maschinen und Mauern aus der artfleur-Insolvenz zu kaufen. Somit versucht man unter dem bekannten Namen artfleur bzw Da Vinci artfleur hier zukünftig das Geschäft auszuweiten. Und ahnungslos würde ich diesen Investor nicht unbedingt nennen. Die dortige Führung kann mehr als nur auf dem Thron hocken und von oben delegieren oder sich nach der Schnauze reden lassen.
Fakt ist:
hier wird mit Erfolg versucht, mind. 40 Arbeitsplätze zu retten, vermutlich werden es auch noch ein paar mehr sein. Dies ist sicherlich kein Trost für die Mitarbeiter, die nicht zu den 40 plus x gehören, aber
immer noch besser als abgewickelt und null Arbeitsplätze.
Stehe aber auch gerne für einen direkten Meinungsaustausch zur Verfügung.
20:37
JETZIEGE SITUATION:
!!!!!Ein großes Lobund danke an das BRats-Gremium und die IG-Metall,ohne diese währe dieses alles nicht möglich gewesen:-))
LG
12:50
So, es geht munter weiter in Langenberg.
Nächste Insolvenz ist kaum 500 Meter entfernt. Insolvenzverwalter? Richtig! Dr. Maus.
Na dann wird ja alles bald wieder gut sein. Und Langenberg leer. Ein Stück Käse dafür nach Wuppertal...!
14:56
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