Velberts Bürgermeister mischt sich unter Kicker-Nachwuchs

Bürgermeister Dirk Lukrafka besucht am freitag den 3.7.2015 den Ferienspaß in Velbert Langenberg. Foto: Uwe Möller / Funke Foto Services
Bürgermeister Dirk Lukrafka besucht am freitag den 3.7.2015 den Ferienspaß in Velbert Langenberg. Foto: Uwe Möller / Funke Foto Services
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Lukrafka besucht Ferienspaß-Aktion auf neuem Kunstrasen. Der Anmeldestand ist gut, Motorik und Koordination der Kinder sind ausbaufähig

Langenberg..  Dirk Lukrafka und der Sportplatz im Nizzatal strahlen im Sonnenschein, mehrere Dutzend Kinder zwischen sechs und zwölf, die bei der ersten von sechs Ferienspaß-Fußballschulen mitmachen, gruppieren sich fürs Foto, einer der fortgeschrittenen Fußballer hält den Ball hoch, klick!

Diesen Sommer hat sich der Bürgermeister als Startpunkt seiner Tour zu den Ferienspaß-Aktionen den runderneuerten Kunstrasenplatz ausgesucht, der wie er seit 2014 im Amt ist.

Zehn Projekte will Lukrafka im Laufe der Sommerferien besichtigen; auch die stellvertretenden Bürgermeister sind unterwegs. Als Stadtspitze präsent zu sein, zeige den Beteiligten, dass ihre Aktion für wichtig befunden und wertgeschätzt werde, erklärt Lukrafka. Natürlich will er auch zeigen, dass es den Kindern auf der neuen Anlage besonderen Spaß mache, „das ist was ganz anderes als auf dem Aschebolzplatz“.

„Das Beste, was wir derzeit haben“

Hans Werner Mundt vom Stadtsportbund nennt die runderneuerte Sportstätte „das Beste, was wir derzeit haben in Velbert“. Ein Gewinn und ein Motivationsfaktor für die Jugend, zumal die Bewegungskultur der Jugend ausgeprägter sein könnte, findet Lukrafka.

Trainer Peter Kulpe gibt ihm mit Blick auf die erste Gruppe recht. Vielen attestiert er, sie würden ihren Körper nicht so gut kennen, zum Teil werde es schon schwierig beim Purzelbaum vorwärts, beim Rückwärtslaufen ohne Hinfallen oder bei der gleichzeitigen Koordination von rechtem Fuß und linker Hand. „Man merkt, wer schon Fußballer ist. Bei denen, die nicht im Verein spielen, müssen wir dran arbeiten.“

Die Resonanz auf die Fußball-Aktion stimmt jedenfalls, sagt Lukrafka, der auch gekommen ist, um „vor Ort direkt Resonanz und ein Gefühl dafür zu bekommen, ob man das Angebot im nächsten Jahr weiterführt“: Die ersten beiden einwöchigen Fußballschulen sind mit jeweils 50 Kindern ausgebucht, Woche drei und vier schon zum Teil; für die letzten beiden Wochen sind noch Plätze zu kriegen; bei Viola Meseberg-Dunkel (02051/ 26-2282) von der städtischen Sportverwaltung. Kosten: 40 Euro.

Ferienspaß-Aktionen in Zahlen

Über die Sommerferien beteiligen sich 22 der 74 hiesigen Sportvereine mit rund 120 Aktionen in allen Bereichen des Sports. Hans Werner Mundt, Jugendwart beim Stadtsportbund, rechnet heuer mit 1200 Teilnehmern. „Tendenz steigend“, kommentiert er, „weil viele Familien inzwischen eher zwei als drei Wochen in den Urlaub fahren“ und die Kinder dann in der weiteren Ferienwoche zu Hause bespaßt werden müssen.

Neben Betreuung und Bespaßung der Kinder haben die Ferienspaß-Aktionen aber noch eine andere Funktion: Einige Kinder sind danach angefixt und werden Mitglied in einem der Sportvereine. Jugendwart Mundt schätzt, dass pro Jahr etwa 80 der über 1200 jungen Teilnehmer hängen bleiben.

Kabinen sollen saniert werden

Seit wenigen Wochen ist der Sportplatz, der im vergangenen Jahr für 1,4 Millionen Euro runderneuert worden ist, offiziell eingeweiht. Ferner sollen die Kabinen von Baujahr 1978 saniert werden. Wenn die Bezirksregierung in Düsseldorf die dafür veranschlagten 220 000 Euro freigibt, sollen die Arbeiten noch dieses Jahr beginnen. Bürgermeister Lukrafka erwartet die Entscheidung „während der Sommerferien oder kurz danach“.