Velberter stehen auf Effektknallerei

Es ist wieder soweit. Silvester. Sehr beliebt: das Batteriefeuerwerk, das die klassische Rakete abgelöst hat.
Es ist wieder soweit. Silvester. Sehr beliebt: das Batteriefeuerwerk, das die klassische Rakete abgelöst hat.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Möglichst laut und bunt soll es sein, das Feuerwerk. Im letzten Jahr gaben die Deutschen 124 Millionen Euro dafür aus. Dabei liegen Batterie- und Verbundfeuerwerk besonders im Trend. Die klassischen Raketen werden immer seltener gezündet.

Sie haben fantasievolle Namen wie Hellraiser, Kiss of Dark und Flower Power – die Feuerwerkskörper, die den Silvesterhimmel morgen Abend wieder in bunte Farben tauchen werden.

2013 ließen es die Deutschen richtig krachen und gaben 124 Millionen Euro für das Feuerwerk aus. Ob der Wert in diesem Jahr wieder erreicht wird, wird sich zeigen. Fest steht jedoch: Der Verkauf ist stark vom Wetter abhängig. „Bleibt es kalt und trocken, werden wohl auch die Unentschlossenen noch Feuerwerkskörper holen“, ist sich Klaus Gotzen, Geschäftsführer des Verbandes der pyrotechnischen Industrie, sicher. Dabei liege Batterie- und Verbundfeuerwerk besonders im Trend. „Es muss nur einmal angezündet werden und erzeugt ein schönes Farbenspiel in der Luft“, so Gotzen. Die klassischen Raketen seien zwar noch beliebt, würden jedoch nach und nach von den effektvolleren Knallern verdrängt.

Sicherheit in der Silvesternacht

Diese Tendenz ist auch in Velbert zu beobachten. Heinz Gleissner und sein Sohn sind auf der Suche nach den richtigen Feuerwerksartikeln und setzen dabei wie viele andere auf Batterien. „Die sind einfach schöner als normale Raketen“, findet Gleissner. „Wenn man eine Batterie zu 100 Schuss kauft, brennt sie eine halbe Minute. Da hat man mehr von als von den klassischen Feuerwerkskörpern“, begründet er den Kauf.

Für Igor Gricar, der gerade durch die Auslage bei Kodi stöbert, darf das Silvesterfeuerwerk ebenfalls nicht fehlen. „Wir zünden eigentlich alles, was dazugehört, seien es Raketen oder Batterien“, erzählt er. 20 bis 30 Euro gebe die Familie im Schnitt dafür aus. Tischfeuerwerk hingegen veranstalten die Gricars nur selten. „Das war eigentlich hauptsächlich für die Kinder. Jetzt, da sie größer sind, dürfen sie auch schon richtig zünden“, erklärt der Familienvater.

Damit der Jahreswechsel unfallfrei bleibt, gibt die Polizei im Kreis Mettmann einige Sicherheitshinweise zum Umgang mit der Pyrotechnik. So rät sie etwa dazu, vor dem Abbrennen von Batterien, Raketen & Co. die Gebrauchsanweisung zu lesen und die Gefahrenhinweise zu beachten. Ebenso wichtig sei es, beim Zünden der Feuerwerkskörper den nötigen Sicherheitsabstand zu anderen Personen und Gebäuden einzuhalten. Werden die Flugobjekte dann noch vorschriftsgemäß aus einer standsicheren Flasche abgeschossen, dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen. Da bleibt abschließend wohl nur noch zu sagen: Gib Schub, Rakete!