Velberter Senioren mit Problemen am Geldautomat

Es gibt Senioren, die sich schwer tun an Geldautomaten und SB-Terminals. Die Sparkasse HRV sagt für solche Fälle Unterstützung zu.
Es gibt Senioren, die sich schwer tun an Geldautomaten und SB-Terminals. Die Sparkasse HRV sagt für solche Fälle Unterstützung zu.
Foto: IMAGO
Was wir bereits wissen
Manchen älteren Menschen bereitet das Geldgeschäft ohne Beraterkontakt regelrecht Stress. Die Sparkasse HRV in Velbert verspricht Unterstützung.

Velbert..  Es ist einer der wöchentlichen Pflichttermine: Immer mittwochs geht Helmut Schulz-Hallgruber zur Sparkassenhauptstelle, um seine Bankgeschäfte und die seiner Frau zu erledigen. Betritt er das Foyer der Einrichtung, schaut er gleich, mit wie viel Kundenverkehr er es gerade zu tun hat. „Haben sich Schlangen gebildet, gehe ich lieber noch eine Runde durch die Fußgängerzone und schaue später noch mal rein“, berichtet der Rentner. Denn für Überweisungen, Bargeldabhebung und Kontoauszugdrucken will er etwas Ruhe haben – „und nicht die ungeduldigen Wartenden im Rücken spüren müssen“, sagt er. „Das ist purer Stress!“

Erhöhtes Sicherheitsbedürfnis

„Das Sicherheitsbedürfnis älterer Kunden ist in solchen Situationen nachvollziehbar höher als das der jungen Kunden“, weiß Holger Kleine vom Vorstandsstab der Sparkasse HRV. Dabei habe sich die Akzeptanz der Geld- und SB-Automaten durch die Senioren nach den Erfahrungen seines Hauses deutlich erhöht. „In den Anfängen des Arbeitens mit den Maschinen hatten die Kunden noch Probleme, mit Karte und Geheimnummer die Aufträge zu erledigen.“ Auch ältere Kunden würden heute wie selbstverständlich ohne persönliche Unterstützung ihre Angelegenheiten regeln. Und auch das Online-Banking zu Hause wird häufiger praktiziert

Am Mittwochnachmittag aber hatte Helmut Schulz-Hallgruber wieder so ein Problem am SB-Terminal. Von links fiel helles Sonnenlicht auf die Mattscheibe, so dass der Velberter die Schrift kaum noch lesen konnte. „Hinzu kam die ellenlange IBAN-Nummer beim Überweisungsträger. Da war meine Geduld fast am Ende, wenn ich mich vertippt habe“, räumt der Senior ein.

Holger Kleine empfiehlt jedem Kunden im Selbstbedienungsbereich, bei Überforderung oder Schwierigkeiten das Personal anzusprechen. „Selbstverständlich begleiten wir unsere Kunden an den Automaten, zeigen, wie es geht oder helfen bei einer konkreten Transaktion“, verspricht er. Beim Arbeiten mit dem Gerät rät er grundsätzlich zur Ruhe: „Die Terminals sind so eingerichtet, dass man viel Zeit hat für die Eingabe der Daten.“ Auch besteht die Möglichkeit, Papierüberweisungsträger zu Hause auszufüllen, in das Gerät einzulesen oder das Formular zur Bearbeitung durch einen Angestellten in eine Box zu werfen.