Velberter Selbsthilfegruppen jetzt in der Noldestraße

Strahlende Gesichter von Bürgermeister, Klinikleitung und Gruppenleitern gab es zur Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Selbsthilfegruppen des Klinikums Niederberg an der Noldestraße.
Strahlende Gesichter von Bürgermeister, Klinikleitung und Gruppenleitern gab es zur Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Selbsthilfegruppen des Klinikums Niederberg an der Noldestraße.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dreizehn Gruppen haben sich rund um das Klinikum Niederberg gegründet. Viel Lob für ihren Einsatz gab es nun für die Beauftragte Gisela Laab.

Velbert..  Niemand verkörpert am Klinikum Niederberg das Thema Selbsthilfe so wie Gisela Laab. Seit über sechs Jahren ist sie die Selbsthilfebeauftragte des Krankenhauses. „Selbsthilfegruppen gerieten im Klinikalltag ein bisschen zum Randthema, wenn wir nicht ‘Kümmerer’ wie Frau Laab hätten. Gestartet hat sie mit zwei, mittlerweile haben wir dreizehn Treffen “, lobt sie Geschäftsführerin Dr. Astrid Gesang und überreicht ihr zum Dank einen Blumenstrauß.

Auch der Ort ihrer Ehrung ist ein ganz Besonderer, nämlich die neuen, zentral gelegenen Räume der Selbsthilfegruppen an der Noldestraße 7, 2. Etage. Jeden Dienstag zwischen 11 und 16 Uhr steht Gisela Laab hier allen Beratungssuchenden zur Verfügung und informiert über das Angebot, das von Gruppen für Menschen mit Brustkrebs, Kontinenz, über Migräne bis hin zum Klöncafé für alle Mitglieder reicht.

Menschen, die Erfahrungen teilen

Erschienen zur Eröffnung ist auch der Bürgermeister der Stadt, die einer der Träger des Klinikums ist. Dirk Lukrafka unterstreicht die Wichtigkeit der Thematik: „Menschen, die Erfahrungen teilen und die über Verläufe berichten, sind durch nichts anderes abzudecken. Jeder wird froh sein, wenn es konkrete Informationen für ihn gibt.“ Ein Anliegen, was auch Gruppenleiterin Doris Jäger teilt und sich gleich an ihn wendet: „Es wäre schön, wenn wir Flyer mit unseren Angeboten verteilen könnten, gerade für die Älteren ohne Internet.“

Nicht nur zu Gesprächen trifft man sich an der Noldestraße, sondern auch zum gemeinsam kreativ sein. So haben sich die „Starke Frauen gegen Brustkrebs“ etwas ganz besonderes einfallen lassen, um Frauen in der durch die Erkrankung ausgelöste Krisensituation „ein Herz schenken“ zu können. Mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins Confemina haben sie aus hübschem Blümchenstoff nicht nur Sorgentäschchen und Beutel für die Drainagen genäht, sondern auch ein praktisches wie schönes Stoffherz. „Das können die Patientinnen nach der OP unter dem Arm tragen und lindern so den schmerzhaften Drainagendruck“, erläutert Leiterin Ingrid Messerschmidt.

Menschen, die nicht sicher sind, welches Selbsthilfeangebot das Richtige für sie ist, gibt Gisela Laab (auch erreichbar unter 0175/7259136 oder g.laab@klinikum-niederberg) den Rat: „Gehen Sie mal in eine Gruppe, die sind alle freiwillig und informieren Sie sich. Und keine Angst, es wird auch viel gelacht.“