Velberter Leserbeirat lobt Panoramaradweg

Der Panoramaradweg kommt beim Leserbeirat der WAZ Velbert gut weg. Weniger begeistert sind die fünf von der Innenstadt.
Der Panoramaradweg kommt beim Leserbeirat der WAZ Velbert gut weg. Weniger begeistert sind die fünf von der Innenstadt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zum Abschluss der fünfteiligen Fahrrad-Serie zieht der Leserbeirat der WAZ Velbert ein Fazit: Wie fahrradfreundlich ist die Schlossstadt?

Velbert..  Zwei Wochen lang hat die WAZ sich nun mit dem Thema Radfahren in und um Velbert herum beschäftigt. Im Mittelpunkt standen dabei die so genannten Radschleifen – Rundwege, die vom Panoramaradweg abgehen und besondere touristische Höhepunkte sowie die Innenstädte der drei Velberter Stadtbezirke ansteuern.

Zum Abschluss der insgesamt fünfteiligen Serie haben wir nun den Leserbeirat gebeten, ein Fazit zu ziehen: Wie fahrradfreundlich ist die Schlossstadt? Wo hakt’s, wo läuft es gut? Christian Köppen etwa meint stellvertretend für alle Leserbeiräte: „Der Panoramaradweg ist auf jeden Fall eine Bereicherung. Jedoch ist der Rückweg nach Velbert von Wülfrath sowie von Kettwig über Heiligenhaus für ungeübte Fahrer recht beschwerlich, da es stetig bergauf geht. Ein e-Bike ist hier eine enorme Unterstützung.“

Computer-Spezialist Bernd Hoppe nutzt das Rad fast ausschließlich, um sich innerhalb Velberts zu bewegen: „Im allgemeinen habe ich meine Erledigungen mit dem Rad deutlich schneller erledigt als wenn ich das Auto nutzen würde. Und frische Luft bekomme ich gratis“, sagt er. Was ihm nicht gefällt: „Radfahrer werden von Autofahrern kaum berücksichtigt. Sie überholen so eng, dass einem manchmal bange wird. Deswegen fahre ich meistens über Seitenstraßen in die Stadt. Radwege könnten wir gebrauchen. Schlossstraße, Schwanenstraße, Oststraße. Damit hätten die Radfahrer auch einen ,Innerstädtischen Ring’.“ Das sieht auch Christian Köppen so: „Die Innenstadt von Velbert ist für Radfahrer weniger geeignet. Enge Straßen und mangelnde Radwege machen das Radfahren recht gefährlich.“

Innenstadt ist nicht beliebt

Und auch Sygun Büchsenschuss stimmt zu: „Innerstädtisch müsste noch mehr an den Fahrradwegen zur Sicherheit der Radfahrer getan werden. Wir sind nicht die Niederlande, aber ich denke, das Fahrrad findet eine größeres Interesse und darum benötigen die Fahrer auch mehr Sicherheit. Vor allen Dingen dürfen wir die Kinder nicht vergessen.“ Hildegard Apke lobt auch den Panoramaradweg, denn: „Als mein Mann und ich vor 20 Jahren nach Velbert zogen, war für uns klar, dass wir hier kein Fahrrad brauchen würden. Bei den Höhenunterschieden machte das Radfahren keinen Spaß.“ Dabei blieb es dann auch – bis e-Bikes erschwinglich wurden und der Panoramaradweg dazu einlud, Velberts nähere Umgebung zu erradeln. Durch die Innenstadt hingegen „fahre ich mit dem Fahrrad äußerst ungern, da fühle ich mich im Auto (oder zu Fuß) sicherer.“

Weniger mit dem Rad unterwegs, dennoch ein genauer Beobachter ist Klaus Zimmerhof. Er nimmt die Zweiradfahrer in die Pflicht: „Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, behindert oder belästigt wird. Hier gibt es nach noch einiges zu tun. Ob auf dem Panoramaweg oder im Stadtverkehr, es gibt einige Fahrradfahrer die offensichtlich der Meinung sind, der Weg oder die Straße und auch der Bürgersteig gehört ihnen.“