Velberter Hoffest für die ganze Familie

Hier ist Konzentration gefragt: Mit Malkittel, Pinsel und ein wenig Geschick verwandeln kleine Künstler einfache Holzstücke in farbenprächtige Blüten.
Hier ist Konzentration gefragt: Mit Malkittel, Pinsel und ein wenig Geschick verwandeln kleine Künstler einfache Holzstücke in farbenprächtige Blüten.
Foto: WAZ FotoPool
Feiern, spielen und staunen: Der Schepershof lädt seit mehr als drei Jahrzehnten zum Hoffest ins Windrather Tal ein.

Neviges..  Auf dem Schepershof im Windrather Tal duftet es nach gegrillten Würstchen und frisch gebackenen Waffeln. Weiße Zelte stehen vor der Scheune, eilig laufen die vielen Helfer hin und her. Schließlich soll das Hoffest auch in diesem Jahr ein Erfolg werden – trotz des durchwachsenen Wetters.

„Wir geben nicht auf“, sagt Karla Ulber, Gärtnerin und eine von fünf Betriebsleiterinnen, als der Himmel die Schleusen für einen Moment besonders weit öffnet. Sie und die sechzehn anderen, die auf dem Hof leben, haben das Hoffest mit Unterstützung von Freunden gestemmt. „Das Treckerfahren müssen wir hin und wieder einstellen, aber die anderen Aktionen finden nach Plan statt“, sagt Ulber.

So auch das Töpfern in der regensicheren Scheune. Santha (8) arbeitet gerade hochkonzentriert an einer Schale, ihr Opa Heiner Kirchholtes schaut ihr dabei über die Schulter. „Hier werden wirklich viele Aktivitäten für Kinder angeboten“, findet er. „Wir waren gerade beim Blaudruck und ein Würstchen haben wir auch schon gegessen. Nur um das Wetter ist es schade. Wenn man lange steht, wird es doch kühl.“

Das hält Santha jedoch nicht davon ab, sich jedem Detail ihrer Schale genau zu widmen. „Erst forme ich sie schön, dann mache ich Muster rein“, belehrt die Achtjährige ihren Großvater. Wenn das gute Stück fertig ist, wird Keramikerin Julia Beissel es mit in ihre Manufaktur nehmen und im Brennofen brennen. „Du kannst es dir dann in ein paar Wochen im Hofladen abholen“, erklärt sie Santha.

Für Handarbeiten ist die Tochter von Miriam Armborst noch zu klein. Trotzdem hat sich die Familie aus Neuss auf den Weg zum Hoffest gemacht und genießt gerade die frischen duftenden Bratkartoffeln. „Ich kenne den Hof durch eine Freundin, mit der ich schon zweimal hier war“, erzählt die junge Mutter.

Die Mischung macht’s

„Mir gefällt die Mischung. Der Hofladen, die Tiere, da haben die Kinder immer etwas zu gucken.“ In der kleineren Scheune nebenan gibt es nicht nur einiges zu sehen, sondern vor allem zu riechen. Gabriele Albrecht aus Wuppertal, die genau wie Keramikerin Julia Beissel als Ausstellerin eingeladen wurde, verkauft Seife in allen Farben und Formen. Auch der Stand der Freizeitwerkstatt Mettmann, an dem große und kleine Besucher Holzfiguren bemalen können, hat hier ein Plätzchen gefunden. Im angenehm warmen Hofcafé hingegen gibt es eine Buchausstellung. Und Kinder, denen der Regen nichts ausmacht, können Ponyreiten.

„Seit 37 Jahren wird auf dem Hof biologisch-dynamisch gearbeitet, das Fest gehört seit den Anfängen mit dazu“, sagt Gärtnerin Karla Ulber. Und seitdem trotzt das Team Wind und Wetter, damit Familien einen schönen Nachmittag verbringen können.

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