Velberter Grundschulen ermitteln beste Leseratte

Den kleinen Leseratten ist der Spaß an ihren Büchern deutlich anzumerken.
Den kleinen Leseratten ist der Spaß an ihren Büchern deutlich anzumerken.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim Vorlesewettbewerb der fünfzehn Velberter Grundschulen geht es wieder darum, die drei Besten Viertklässler zu ermitteln.

Velbert..  Sieger sind sie eigentlich alle schon, die fünfzehn Kinder, die am Vorlese-Wettbewerb der Velberter Grundschulen teilnehmen. Denn die dreizehn Mädchen und zwei (!) Jungen, die in der Stadtbücherei vorlesen, sind allesamt schon die besten ihrer jeweiligen Grundschule. Zum sechsten Mal in Folge begrüßt Christa Schreven von der Nevigeser Sonnenschule die kleinen Leseratten. Der Chor ihrer Schule eröffnet den Wettbewerb mit dem Lied „Lesen heißt auf Wolken liegen“ – passend zum anstehenden Programm.

Anschließend stellt die Schulleiterin der Sonnenschule aber zunächst einmal den Initiator des Wettbewerbs, den mittlerweile 91-jährigen Buchhändler Horst Haaf, der den Wettbewerb zusammen mit dem kürzlich verstorbenen Hans Amling ins Leben gerufen hat, vor: „Nicht böse sein, liebe Erwachsene, ich grüße als erstes die Kinder, die hier heute Olympiasieger werden können“, strahlt er. Dann zitiert er eine andere große Freundin kleiner Leute, die Schriftstellerin Astrid Lindgren. Wie aktuell sie immer noch ist, zeigt, dass einer der Teilnehmerin fest „Pippi Langstrumpf“ umschließt, eines ihrer Lieblingsbücher.

Ein schwere Bürde hat Wettbewerbseröffner Fynn, nicht nur als einer von lediglich zwei Jungen, sondern auch als erster Leser. Dementsprechend verhaspelt er sich auch ein wenig, findet dann aber doch in den Text seines Buches „Die Entführung“. Wie auch Emma, Jette, Elisa, Carmen Liv und die übrigen wird er heute drei Minuten aus seinem Lieblingsbuch vortragen.

Interesse an guten Geschichten

Dass Horst Haaf das Interesse an guten Geschichten nicht verloren hat, zeigen seine gezielten Fragen im Anschluss an die Vorträge: „Geht der Ärger weiter?“, will er von Fynn wissen, „Hast du dir das Buch selbst ausgesucht“, fragt er die aus den „Drei Fragezeichen“ lesende Emma oder „Warum ist der Hausmeister so böse?“, die aus „Die kleine Dame“ zitierende Finja. Schwierig wird es für die aus Schulleitern, Buchhändlern und der Leiterin der Kinderbücherei bestehenden Jury, hier einen Sieger auszumachen. Alle lesen flüssig, schauen zwischendurch das Publikum an und unterscheiden sich wirklich nur in Nuancen – etwa in einer stärkeren Betonung.