Velberter Grundschüler sind Zirkusartisten

Das Zirkusprojekt vom Zirkus Casselly mit der Gemeinschaftsgrundschule Birth: Schon von weitem erkennt man das große blaue Zelt.
Das Zirkusprojekt vom Zirkus Casselly mit der Gemeinschaftsgrundschule Birth: Schon von weitem erkennt man das große blaue Zelt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
An der Gemeinschaftsgrundschule Birth geht es diese Woche ganz schön akrobatisch zu: Bei einem Zirkusprojekt mit dem Zirkus Casselly lernen die Kinder einiges dazu.

Velbert..  Das der Zirkus zu Gast an der Grundschule Birth ist, ist nicht zu übersehen: schon von weitem leuchtet ein echtes großes blaues Zirkuszelt auf der Wiese vor dem Schulgebäude. „Das haben wir gestern zusammen mit den Schülern und Eltern aufgebaut“, strahlt Schulleiterin Sabine Klose stolz, die bereits zum zweiten Mal das zirkuspädagogische Konzept der Artistenfamilie Casselly an ihre Schule geholt hat.

Für die gesamte Woche wird es für alle 320 Kinder der Schule täglich zwei Stunden „Manege frei“ heißen. „Aber auch die restliche Schulzeit wird mit Plakaten basteln, Sportübungen oder Lesen von Geschichten rund um das Thema gefüllt“, erläutert die Schulleiterin. Ihr ist es wichtig, den Kindern mit dem Zirkusprojekt ein Stück Kultur zu vermitteln, was sie oft aus ihrem Alltag gar nicht kennen. „Da die Schüler darüber hinaus in altersgemischten Gruppen unterteilt werden, lernen sie sich ganz neu untereinander kennen“, ergänzt Religionslehrerin Andrea Balsam.

In der Manege angelangt, steht heute die Aufteilung der jungen Artisten für die jeweiligen Zirkusnummern auf dem Programm. Zur Hundedressur mit Zirkushund Sam muss Dompteurin Daniela Casselly nicht lange bitten. Ruck zuck fliegen die Finger nach oben, mindestens genauso begehrt sind die Tauben- , Ziegen- und die Zauberernummer. Etwas zögerlicher fällt die Resonanz für die Trapez- oder die Luftreifennummer auf. „Nur ein Mädchen reckt dafür unermüdlich den Arm und muss doch von der Zirkuschefin gebremst werden: „Du hast einen Gips, so sportlich kannst du im Moment nicht sein.“ Für die Bodentruppe muss ein Handstand vorgeturnt werden. Geschickt zeigt der elfjährige Enes sein Können und lässt die anderen wissen: „Ich kann auch einen Spagat!“, den er dann auch gleich hinterherschickt. Erster Applaus brandet dafür auf.

Wer sich nicht meldet, wird aufgeteilt, denn alle sollen in dieser Woche spüren, was Schulleiterin Klose umschreibt: „Das hier ist eine Sache, die mal nicht über den Kopf geht, hier gehört mal das ganze Kind in den Blickpunkt.

Direkt nach der Einteilung geht es ans erste Training. Mucksmäuschenstill ist es bei den Zauberern, während ein kleiner Magier das neunte Schwert in die magische Kiste mit einem seiner Mitschüler schiebt. „Oh mein Gott“, schreit ein Mädchen, das die Stille nicht mehr aushält.

Im Vorzelt gehen derweil die ersten Kinder mit den zierlichen Tauben mit buschigem Federnschwanz auf Tuchfühlung. Und in der Manege springt Sam durch von einer Kinderpyramide gehaltene Reifen. Schon jetzt sind die kleinen Artisten mit Feuereifer dabei, um am Donnerstag (18 -20 Uhr) und Freitag von 15 bis 17 Uhr sowie von 18 bis 20 Uhr Eltern, Verwandten und Schülern anderer Schulen zu zeigen, dass sie zu kleinen Zirkusstars herangereift sind. Bis dahin freut sich Schulleiterin Klose über „strahlende Kinder“.