Velberter Grundschüler kämpfen für ein Zirkusprojekt

Sie gaben alles: Sponsorenlauf der Grundschule Nordstadt. Ziel ist es, Mittel für ein Zirkusprojekt zu sammeln.
Sie gaben alles: Sponsorenlauf der Grundschule Nordstadt. Ziel ist es, Mittel für ein Zirkusprojekt zu sammeln.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Damit im Verlauf des nächsten Schuljahres ein Zirkusprojekt stattfinden kann, machten sich Schüler der Velberter Grundschule Nordstraße auf zum Sponsorenlauf.

Velbert..  Wenn alles gut geht, kommen die Schüler der Grundschule Nordstraße im Laufe des nächsten Schuljahres in den Genuss eines einwöchigen Zirkusprojektes. „Ein enormer Anreiz“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Ulrike Siepmann.

Wenn der Zirkus in die Stadt kommt, ist das für die Kinder ohnehin schon ein aufregendes Ereignis. „Wenn er dann auch noch eine Woche lang den Stundenplan in der Schule beherrscht, kennt die Begeisterung kaum Grenzen“, so Siepmann. Die Aussicht, artistische Kunststücke zu erlernen oder wie ein Clown durch die Manege wirbeln zu können, beflügelt die kindliche Fantasie.

Stadt muss Spielgerät versetzen

Nun benötigt die Schule etliche tausend Euro, um so ein Zirkusprojekt verwirklichen zu können. Da gibt es dann zwar einen Förderverein, der mit viel Geschick Unterstützer motivieren kann.

Da das aber kaum reicht, wurden die 230 Kinder am frühen Montagmorgen selbst aktiv. Geschlossen marschierten sie zusammen mit ihren 20 Lehrerinnen zum Sportzentrum. „Bestes Wetter für solch eine Herausforderung“, meinte die stellvertretende Schulleiterin. Im Vorfeld hatten die Sechs- bis Zehnjährigen bei Eltern, Großeltern, Freunden und Gönnern angefragt, ob sie bereit seien, ihren Sponsorenlauf zu unterstützen. Auch die Lehrerinnen taten dasselbe, und so konnte der Startschuss um 8.45 Uhr fallen.

400 Meter lang ist eine Runde auf dem Sportplatz – und Kinder und Erwachsene gaben buchstäblich alles: „Nicht wenige unserer Schüler liefen 20 bis 30 Runden“, bilanzierte Ulrike Siepmann. Am Rande des Lauffeldes standen die Eltern und Verwandten, um ihre Kids anzufeuern, und sie im Vorbeilaufen mit geschnittenem Obst und Getränken zu versorgen. „Unter Schülern wie Lehrern waren natürlich auch welche, die zwischendurch nur noch gegangen sind, dann aber nach einer Erfrischung wieder weiter trabten“, lacht Ulrike Siepmann.

Ein Blick auf die Laufkarten am Ende lässt ahnen, dass die Grundschule ihrem Traum ein gehöriges Stück näher gekommen ist: „Unsere Läufer haben so viele Runden zurückgelegt, dass sie zwischen 150 und 200 Euro von ihren Sponsoren einsammeln können“, freut sich Siepmann, die als Klassenlehrerin die 3b betreut. Genaue Zahlen gibt es erst nach der Auswertung der Karten. Zur Feier des Tages spendierte der Förderverein jedem Teilnehmer ein Eis. „Wenn die Stadt jetzt noch ein Spielgerät von unserem Schulhof versetzt, haben wir den Platz für das Zirkuszelt!“