Velberter Fitnessstudios setzen auf verschiedene Trainingsmethoden

Bei Pro Vita Concept im Sportzentrum Velbert steht der Gesundheitsaspekt im Vordergrund. Aber auch normales Training – so wie hier im Bild – ist möglich.
Bei Pro Vita Concept im Sportzentrum Velbert steht der Gesundheitsaspekt im Vordergrund. Aber auch normales Training – so wie hier im Bild – ist möglich.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ob elektrische Muskelstimulation oder Reha-Sport – das Angebot ist breit. Viele Leute gehen aus gesundheitlichen Gründen ins Studio.

Velbert..  Schlank, fit und gesund und das am liebsten von heute auf morgen. So sollte es aussehen, das perfekte Trainingsprogramm. Den einen sicheren Weg zum Erfolg gibt es bislang leider nicht. Deshalb setzen auch die Fitnessstudios in Velbert auf verschiedene Methoden.

„Yeah!Sport“ arbeitet etwa mit EMS, elektronischer Muskelstimulation. Während der Übungen senden Elektroden Impulse an die Muskeln. Die Stärke des Stroms steuert der Trainer passend zum Fitnessgrad des Kunden. Durch die Stimulation des ganzen Körpers soll das Training effektiver sein: 20 Minuten pro Woche reichen laut Geschäftsführer Stavro Petri schon aus. Entsprechend groß ist die Nachfrage in seinen bisherigen Studios in Wuppertal und Haan. Da dort auch einige Kunden aus Velbert trainieren, hat er sich entschieden, hier ebenfalls einen Standort aufzubauen. Morgen geht dieser an der Friedrichstraße 93 in Betrieb. „Das Konzept passt gut in die heutige Zeit. Die Leute können mit wenig Aufwand ihr Ziel erreichen“, sagt Stavro Petri, der seit 2008 mit EMS arbeitet.

Wer dagegen einfach nur für sich an Geräten schwitzen möchte, der ist bei „Yeah!Sport“ an der falschen Adresse. Diese Art von Training werde hier nicht angeboten. Stattdessen gibt es einen separaten Raum, in dem die Kunden gemeinsam mit einem Trainer funktionell arbeiten und bestimmte Muskeln für den Alltag oder andere Sportarten trainieren können.

Sport für die Gesundheit

„Für viele spielt der gesundheitliche Aspekt eine große Rolle“, berichtet der Geschäftsführer. „Gerade Leute mit Rückenschmerzen kommen zu uns.“ Dass viele Kunden aufgrund von gesundheitlichen Problemen Sport treiben, beobachtet auch Christian Spalek, Geschäftsführer des Fitnessstudios Pro Vita Concept im Sportzentrum. Neben dem Training an Geräten – alleine oder unter der Aufsicht eines Übungsleiters – werden hier pro Woche mehr als 30 Reha-Sportkurse angeboten. Diese werden von speziell ausgebildeten Trainern geleitet, der Herzsport findet sogar unter der Aufsicht von Ärzten statt.

„Darin unterscheiden wir uns in gewisser Weise auch von normalen Fitnessstudios, denn diese können solche Kurse nicht ohne Weiteres anbieten“, sagt Christian Spalek. „Wir sind auf gesundheitsorientierte Fitness ausgelegt, gerade der Zulauf im Reha-Sport ist enorm.“

Krankenkasse zahlt Kursgebühren

Durchschnittlich 15 bis 20 Leute nehmen an den Angeboten teil; wurde ihnen der Reha-Sport ärztlich verordnet, kommt die Krankenkasse für den Beitrag auf. „Wir versuchen, die Leute in passende Kurse einzuteilen, damit nicht die 80-Jährige mit dem 20-Jährigen Sport treibt.“ Denn während sich die eine mit dem Training möglicherweise überfordert fühlt, empfindet der andere es als nicht ausreichend. Kunden, die lieber alleine trainieren möchten, können darüber hinaus einen individuellen Trainingsplan bekommen.