Velberter dürfen das Grün vor der Haustür gerne wässern

Die Mitarbeiter der Technischen Betriebe wässern nach Kräften, private Unterstützung ist da gern gesehen.
Die Mitarbeiter der Technischen Betriebe wässern nach Kräften, private Unterstützung ist da gern gesehen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Stadt und Technische Betriebe Velbert sind dankbar für jede Unterstützung wenn es darum geht, das städtische Grün zu Wässern. Waldbrandgefahr ist hoch, der Boden staubtrocken.

Velbert..  Eine hundertjährige Buche etwa benötigt pro Tag 400 Liter Wasser, berichtet Oberforstrat Peter Tunecke. „Die Bäume in der Stadt sind dankbar für jeden Tropfen Wasser“, sagt der Experte. Im Gegensatz zu Bäumen in den Wäldern haben die in der Stadt oftmals Extremstandorte, nur wenig gelockerten Boden um den Stamm herum. „Das Umfeld heizt sich in diesen Tagen sehr auf, die Bäume und das Grün sind umgeben von Asphalt und Pflaster“, beschreibt es Tunecke. Die Technischen Betriebe Velbert sind bemüht, das in allen drei Stadtteilen üppig wachsende öffentliche Grün zu wässern, aber durch Verdunstung geht viel vom ohnehin spärlichen Niederschlag verloren, der die Wurzeln in der Tiefe nicht erreicht.

Oberer Bodenbereich staubtrocken

„Die oberen 40 Zentimeter des Bodens sind aktuell staubtrocken“, sagt Peter Tunecke. „Da wäre es schon eine große Hilfe, wenn die Bürger mit Blick auf den Baum oder das Grün vor der eigenen Haustür zum Eimer greifen würden und Wasser spenden – klares Leitungswasser oder aufgefangenes Regenwasser wären ideal“, so Tunecke.

Am Samstag wird wohl aller Voraussicht nach die Marke von 40 Grad Celsius geknackt. Anlass für Feuerwehrsprecher Reinhard Lüdecke, auf die deutlich erhöhte Waldbrandgefahr hinzuweisen: „Der Deutsche Wetterdienst hat für den Samstag bereits die Gefahrenstufe vier auf der fünfstufigen Skala ausgerufen“, teilt Lüdecke mit. Daher seien dringend einige Verhaltensregeln zu beachten. „Offenes Feuer innerhalb des Waldes sowie in einer Entfernung von 100 Metern zum Waldrand sind verboten“, so Lüdecke. Grillfeuer dürfen nur an eigens eingerichteten Plätzen entzündet werden, bei Warnstufe 4 jedoch auch dort nicht mehr. Tunecke ergänzt, dass Autos auch nicht auf Grasplätzen geparkt werden dürfen – Brandgefahr durch die Hitze des Katalysators.

Beim Aufenthalt im Wald darf auch nicht geraucht und kein Glas zurückgelassen werden – wegen der Brandgefahr durch die Brennglaswirkung. Zufahrten zu Wäldern, Mooren und Heideflächen müssen nach Auskunft der Feuerwehr frei gehalten werden, da sie im Ernstfall wichtige Rettungswege für die Feuerwehr darstellen.

Reinhard Lüdecke appelliert an Menschen, die der direkten Hitzeeinwirkung beim Waldspaziergang entfliehen möchten, stets ein Mobiltelefon mitzuführen. „Wer Rauchentwicklungen oder Brände mitbekommt, sollte sofort den Notruf 112 anwählen. Je früher die Wehr informiert ist, umso größer ist die Chance, die Ausbreitung von Bränden verhindern zu können.“ Entstehungsbrände können natürlich auch selbst gelöscht werden.