Velberter bewiesen glückliche Hand beim Schenken

Buch zurück und ein neues ausgesucht: Kundin Doris Gaßmann freut sich, bei Thalia von Andrea Konieczny Tipps für eine Alternative zu bekommen. Ansonsten wurde in Velbert weniger umgetauscht, aber viele Gutscheine eingelöst.
Buch zurück und ein neues ausgesucht: Kundin Doris Gaßmann freut sich, bei Thalia von Andrea Konieczny Tipps für eine Alternative zu bekommen. Ansonsten wurde in Velbert weniger umgetauscht, aber viele Gutscheine eingelöst.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nur wenige Geschenke mussten in Velbert umgetauscht werden. Dagagen lagen unter den Weihnachtsbäumen viele Gutscheine, die nun eingelöst werden.

Velbert..  Weihnachten ist vorbei, der Tannenbaum fliegt bald aus dem Fenster, Schluss mit „O, Du fröhliche“. Wer meint, damit ist das Geschäft in diesem Jahr gelaufen, hat weit gefehlt. Jetzt geht es erst los, Geschenke müssen umgetauscht, Gutscheine eingelöst werden.

Vorfreude auf das Aussuchen

Auch in Velbert sieht man den einen oder anderen Passanten, der seine ungeliebte Weihnachtsüberraschung mürrischen Blickes durch die verschneite Fußgängerzone trägt. Andere hingegen stürzen sich voller Vorfreude und mit Geschenkkärtchen in der Hand in die Läden, um sich davon nun selbst einen Wunsch zu erfüllen.

„Es werden bei Weitem mehr Gutscheine eingelöst, als dass umgetauscht wird“, weiß Andrea Konieczny, stellvertretende Filialleiterin der Buchhandlung Thalia. Gemessen an dem, was vor Weihnachten über die Theke gehe, sei die Rückgabe minimal und nicht anders als im Wochengeschäft. „Ich musste heute nur einen Reiseführer umtauschen, der in die falsche Himmelsrichtung ging, und Bestseller, die doppelt geschenkt wurden“, erzählt die Buchhändlerin.

Normalerweise könne man die Artikel von Thalia bis vierzehn Tage nach dem Kauf zurückbringen. Aber: „Wir haben uns darauf geeinigt, noch die ganzen Winterferien Ware entgegenzunehmen. Schließlich möchten wir keinen dafür bestrafen, dass er seine Weihnachtsgeschenke frühzeitig gekauft hat“, lacht Konieczny.

Thalia- Kundin Doris Gaßmann macht davon gerne Gebrauch. Da sie den Bestseller von Hape Kerkeling doppelt geschenkt bekommen hat, tauscht sie ihn nun gegen ein Hörbuch ein. „Das Umtauschen hat sich schon reduziert. Es war mal viel schlimmer.“ Damit es gar nicht erst so weit kommt, freut sie sich immer über Gutscheine. „Ich habe gerade schon bei Tchibo einen eingelöst und mir etwas zum Anziehen gekauft“, freut sich Doris Gaßmann.

Viele Änderungen beim Schmuck

Auch bei Trip und Travel bleibt der Umtausch überschaubar. „Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Kunde die Ware vorher hier sehen kann und beraten wird“, mutmaßen die Inhaber Sabine und Jens Holten. „Vor dem Kauf hinterfragen wir einiges, etwa, ob viele Karten in ein Portemonnaie passen müssen und in welcher Größenordnung es sein soll.“ Jens Holten fügt schmunzelnd hinzu: „Außerdem geben die Frauen ihren Männern gerne mal einen Hinweis, nach dem Motto, ,Ich habe da was gesehen.‘“.

Etwas gesehen hat auch der Schwiegersohn von Ralf Jansen und ihm daraufhin ein Uhrenarmband geschenkt. Da dieses zu groß war, musste Jansen es bei Christ kürzen lassen. „Änderungen überlasse ich lieber dem Fachmann, bevor ich selbst etwas kaputt mache“, sagt er. „Die Kürzung war kein Problem und in zwei Minuten erledigt.“ Elisa Heiderstädt, Verkäuferin bei Christ, weiß: „Meistens kommen die Kunden nach Weihnachten, um Änderungen vornehmen zu lassen.“ Umgetauscht werde weniger. „Vor Heiligabend haben wir außerdem extrem viele Gutscheine verkauft, oft mit höherem Wert als sonst. Diese werden jetzt ebenfalls eingelöst.“ Doch dafür bleibt auch nach Weihnachten genug Zeit. Die meisten Kärtchen sind noch zwei bis drei Jahre gültig.