Velberter beginnen die Wandersaison

Schöne Wanderwege gibt es entlang des gesamten Neanderlandsteigs.
Schöne Wanderwege gibt es entlang des gesamten Neanderlandsteigs.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Wanderexperten geben Tipps, wie man nach den Wintermonaten auf den Wanderrouten wieder richtig in Schwung kommen kann.

Velbert..  Wanderschuhe schon geputzt? Wenn nicht, wird es höchste Zeit, denn die neue Wandersaison ist eröffnet. Velbert bietet reichlich Natur, die in den kommenden Sonnenmonaten zu Fuß erkundet werden kann. Und auch das Umland ist es wert, erwandert zu werden.

Für alle Neueinsteiger und diejenigen, die die Wintermonate zum Pausieren genutzt haben, heißt es, „erst einmal anwärmen.“

Langsam beginnen

Friedhelm Reusch, Projektleiter der Neanderlandsteigs vom Kreis Mettmann, rät: „Am Anfang sollte man es nicht übertreiben. Ideal ist, wenn man jeden zweiten bis dritten Tag läuft, oder aber auch nur am Wochenende wandern geht.“ Vielleicht Freitagabend nach der Arbeit „gemeinsam mit dem lieben Frauchen eine halbe Stunde oder Stunde die bekannte Runde gehen, dann haben die Beinchen schon einmal ein bisschen was zu tun und dann am Wochenende nach einem guten Frühstück gemütlich starten.“ Reusch rät Anfängern dazu, „am Anfang nicht mehr als vier Stunden zu gehen“ und nach spätestens anderthalb Stunden eine Pause einzulegen. Das sollte mindestens in den „ersten zwei bis vier Wochen so gehandhabt werden.“

Empfehlen kann er den Natursport jedem: „Das Wandern ist richtig gesund, wenn man es zum Genusswandern macht. Am Fuße der Alpen liegen sogar Kliniken, die das Wandern als Krebstherapie einsetzen.“ Der Wanderexperte weiß, dass vielen Neulingen gerade am Anfang Probleme haben. „Man sollte es locker und langsam angehen und nicht zu schnell unterwegs sein. Denn dann tun die Beine weh und beim ersten Berg geht einem die Puste aus.“

Fünf bis sechs Kilometer pro Stunde läuft ein sportlicher Wanderer. „Mit vier km/h ist man gemütlich unterwegs.“ Friedhelm Reusch empfiehlt eine Route von Neviges nach Nierenhof. „Sie ist etwa 20 Kilometer lang und geht über Nordrath am Kürschner Hof, dem Forellenhof, der Windrather Kapelle an Hof Judt vorbei. Da zieht es ordentlich an, wir haben das den Mörderberg getauft.“ Weiter geht’s bis zum Deilbach und bei Schmal am Schmalen zur Elfringhauser Schweiz. „Ab dann ist es ab dem Felderbachtal nur noch ein Spaziergang.“ Der Wanderprofi räumt allerdings ein: „Ganz ungeübt sollte man für die Strecke nicht sein.“

Da hat Ingrid Kretschmer vom Sauerländischen Gebirgsverein Velbert eine kleinere Runde in petto. „ Ich mag die Wanderung um den Eigner Bach sehr.“ Von der kleinen Schweiz aus ist der Rundweg gut ausgeschildert. „Die Route ist etwa acht Kilometer lang und bietet einen wunderschönen Blick auf das Silberbergtal. Und wenn man Glück hat, kann man sogar die Wisente sehen.“ In Richtung Tönisheide ist dann „eine Sitzgruppe. Da kann man schön pausieren.“ Wanderneulingen empfiehlt die naturverbundene Wanderin: „gemütlich gehen und die wunderschöne Umgebung genießen.“

In etwa zwei Stunden ist die Runde um den Eignerbach dann bewältigt. Beide Wanderexperten raten dazu, auf jeden Fall festes Schuhwerk zu tragen und einen Rucksack mit Wasser mitzunehmen. „Ich habe auch immer noch ein zweites T-Shirt dabei, weil ich viel schwitze“, sagt Kretschmer. „Ein Apfel oder Birne ist ein Muss im Rucksack und vielleicht eine windfeste Jacke für schattige Lagen“, empfiehlt Reusch.