Velbert ist verliebt
05.05.2009 | 15:15 Uhr 2009-05-05T15:15:00+0200Velberter Jazz-Band Foss-Doll stellte im „Friedrichs“ ihre erste Platte vor. Das Publikum war total begeistert.
Egal was es ist, Hauptsache es swingt“ – das ist das Motto der Velberter Jazzband Foss Doll. Allerdings mussten die Jungs in dieser Hinsicht bei ihrem CD-Release-Konzert ihrer ersten Platte „After midnight“ im „Friedrichs“ ein wenig enttäuschen. Denn swingen, das wäre nicht so ganz das richtige Wort für diesen Abend. Matthias Bartylla (Saxophon), Fabian Meinhardt (Schlagzeug), Thomas Bartylla (Keyboards) und Malte Hager (Bass) hatten sich zu ihrem Konzert besondere Gäste eingeladen und heizten die Stimmung schon in den ersten Minuten an.
Hochkarätige Musiker
Der Velberter Produzent und Musiker Knut Kornatz machte die Zuschauer mit seinen Gitarrensoli verrückt. Bei ihm hatten die Velberter Jungs ihre Platte aufgenommen. Ein weiterer hochkarätiger Musiker, Andreas Brunk, spielte die Percussions live. Für gesangliche Highlights sorgte an diesem Abend Kati Camara.
Schnell war das Friedrichs also rappelvoll, denn Foss Doll wollte sich niemand entgehen lassen. Die Jungs sind mittlerweile bekannt für ihren smarten Charme, ihre professionelle Show und vor allem für einen einzigartigen Sound mit Kunst und Leidenschaft. Auch bei diesem Konzert ließen sich von ihrer poppig- swingenden Interpretation bekannter Jazzlieder, wie „Summertime“ wieder alle Gäste begistern.
CD ist jetzt erhältlich.
Wer die Show verpasst hat, kann das Album „After midnight“ ab sofort für 12 Euro bei Hertie, Autohaus Gottfried Schultz, Best Western Parkhotel kaufen. Den nächsten Live-Auftritt gibt es am 9. Mai um 17 Uhr im ev. Gemeindehaus Tönisheide.
Matthias Bartylla überraschte an diesem Abend mit einer gelungenen Gesangseinlage, ließ damit noch mehr Herzen höher schlagen. Doch kaum war das Saxophon um den Hals, flippte das Publikum schon aus. Wer die Band bisher nicht kannte – war einfach nur fasziniert. Die Jungs sind eben Musiker aus Leidenschaft und ideal aufeinander eingespielt. Und das, obwohl sie selbst nach vier Jahren Bühnenerfahrung nicht miteinander proben. Oder vielleicht auch gerade deswegen. Immerhin lebt Jazz von Improvisation und das zeigten die Musiker bei ihrem Konzert in Perfektion.
Herzen schmolzen dahin
Während Knut Kornatz sämtliche Töne mit seiner Gitarre ausreizte, tobte sich Fabian Meinhardt am Schlagzeug aus – schon berüchtigt für seine Soli. Kaum vom Pfeifen, Gröhlen und Klatschen erholt, legte Saxophonist Matthias noch einen drauf. Bei seinen Einlagen schmolzen die Herzen endgültig dahin. Foss Doll hat an diesem Abend garantiert wieder etliche Fans dazugewonnen.
Gut, dass die Combo ihr Werk „After midnight“ im Anschluss an das Konzert an den Mann und an die Frau brachten. Denn so konnte jeder das Glücksgefühl des Abends mit nach Hause nehmen. Und eins ist nach diesem Abend klar: Velbert ist verliebt. In Foss Doll natürlich.
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