Velbert-in will Markt in der Friedrichstraße

Der Wochenmarkt in Velbert-Mitte ist vom Forumsplatz vor das Rathaus umgezogen. Die Markthändler favorisieren einen Standort in der Friedrichstraße – in Neviges läuft der Markt in der Fußgängerzone sehr gut.
Der Wochenmarkt in Velbert-Mitte ist vom Forumsplatz vor das Rathaus umgezogen. Die Markthändler favorisieren einen Standort in der Friedrichstraße – in Neviges läuft der Markt in der Fußgängerzone sehr gut.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Velbert-in läutet das neue Jahr mit Startveranstaltung zum Thema Stadtkern-Belebung ein. In einer Startveranstaltung formulierte der Vorstand auch Vorschläge an Stadtverwaltung

Velbert..  Auch im neuen Jahr richtet der Förderverein Velbert-in um den früheren Schuhhändler Hans-Jürgen Rauch und den ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Werner den Schwerpunkt des Engagement auf den Stadtkern. In ihrer „Startveranstaltung“, die diesmal in der Vereinigten Gesellschaft in Langenberg stattfand, befand Moderator Rauch: „Der Velberter Wochenmarkt soll künftig im Stadtkern sein. Die Innenstadt schwächelt – die Friedrichstraße, Flanier- und Einkaufsmeile zwischen Oberstadt und Unterstadt verliert Geschäfte. Auch an den in der Regel umsatzstärksten Samstagen ist hier jetzt oft ,tote Hose’“, so Rauch.

Der Förderverein Velbert-in fordert deshalb weitergehende Bemühungen der Stadt, den Niedergang der Velberter City aufzuhalten. „Unsere Gespräche mit den Markthändlern haben ergeben, dass diese sich eine Verlegung des Marktes in die City, also in die Friedrichstraße, sehr wohl vorstellen können und daraus eine Belebung des Marktes, aber auch der Einkaufsmeile erwarten“, sagt Wolfgang Werner.

„Brötchentaste“ verlängern

Wenn der Markt zukünftig in der Friedrichstraße stattfände, dann würden gleich drei Probleme angepackt, ist man beim Förderverein überzeugt: Der Markt käme von seinem ungeliebten Standort am Rathaus weg, mache dort die Parkplätze frei und sorge gleichzeitig für eine Belebung der Haupteinkaufsstraße in Velbert-Mitte.

Velbert-in erinnert in diesem Zusammenhang an seinen Vorschlag, die entgeltfreie Parkzeit auf dem neuen Parkplatz an der Kurzestraße auf mindestens 1 ½ Stunden zu verlängern. Mit dem Angebot, Dauerparkplätze auf dem Gelände anmieten zu können, helfe man den Läden in der Velberter City nicht; Kunden würden wohl kaum Dauerparkplätze anmieten. Eine verlängerte „Brötchentaste“ für solche Parkplätze, deren Distanz weiter zur Friedrichstraße ist, locke aber auch solche Besucher an, die sonst lieber die kostenfreien Parkmöglichkeiten in den Einkaufszentren nutzen. „Andere Städte haben schon lange diese Regelung und machen Velbert damit vor, wie man Kunden in die City lockt“, gibt Rauch zu bedenken. Der zentrale Omnibusbahnhof werde die Situation zwar auch verbessern, darüber dürfe jedoch nicht die große Zahl der Kunden vergessen werden, die immer noch mit dem Auto zum Bummel und zum Einkauf in die Stadt kommt.

Am Rande der Veranstaltung wurden der Langenberger Eduard Colsman und Horst Haaf aus Velbert-Mitte mit Anerkennungsurkunden „für ihr großes Engagement für unsere Stadt ausgezeichnet“, so Rauch.